VfB-Präsident Claus Vogt (rechts) begrüßte die Gewinner des Höfleswetzturniers im Innenraum des Stadions. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Für die besten und fairsten Spieler beim 50. Höfleswetzturnier Ende September gab’s nun ein tolles Nachspiel. Sie waren am Samstag zur Heimpartie des VfB gegen Hoffenheim eingeladen. 120 Kinder schauten im Stadion zu.

Jonathan und Ben sind Zwillinge. Die Brüder stehen bei den Stuttgarter Kickers in der C 2-Jugend gemeinsam auf dem Platz. Und beide Höfleswetz-Spieler sind sich kurz vor dem Anpfiff einig: „Das wird heute ein ganz schweres Spiel, der Gegner spielt auswärts gut.“ Die Prognose der beiden 13-jährigen Fußballkenner vom Gewinnerteam „HackeSpitze 123“ sollte sich bewahrheiten.

 

Siegerehrung vor der Cannstatter Kurve

Doch vor der unglücklichen VfB-Heimspiel-Niederlage gegen Hoffenheim zogen die Jungs erst einmal selbst in die MHP-Arena ein. Durch den Cannstatter Tunnel ging es für Jonathan und Ben gemeinsam mit ihren Hacke-Spitze-123-Fußballkumpels und den anderen Höfleswetz-Gewinnern vom Schwabensport Talentteam und den Neckarkickerinnen auf den heiligen Cannstatter Rasen. Dort bekam jedes der erstplatzierten Teams ein weiß-rotes-Höfleswetz-Shirt mit der Nummer Eins und seinem Mannschaftsnamen überreicht. Außerdem gab es für jede Spielerin und jeden Spieler Shakehands und Glückwünsche vom VfB-Präsidenten Claus Vogt.

Dieser hatte auch lobende Worte für den Württembergischen Fußballverband (WFV) als Organisator des jährlich im September stattfindenden Mammutturniers parat: Turniere wie der Höfleswetz würden „ein Stück weit das nicht durchorganisierte Fundament des Fußballs“ bilden, sagte Vogt. Denn mit dem Kicken auf kleinen Spielfeldern mit viel Ballkontakten und wenig Vorgaben werde letztendlich die Basis für die Nachwuchsarbeit und Talentförderung im organisierten Fußball geschaffen.

Rekordverdächtige Bilanz

Und WFV-Verbandsjugendleiter Michael Supper ergänzte, dass es den Höfleswetz bereits seit 50 Jahren gebe und dieser an die alte Tradition des Straßenfußballs und der Hinterhofkicks anknüpfe. Rekordverdächtig sei allein schon die Resonanz des eintägigen Turniers bei der 50. Auflage an der Mercedesstraße. Der WFV veranstaltet das Turnier in Kooperation mit unserer Zeitung in erster Linie für Schulmannschaften, aber auch für Freizeit- und Nachbarschaftsteams. Gespielt wird in drei Kategorien (Mädchen, Lauser, Höfleswetzer). „Wir hatten diesmal 1000 teilnehmende Kinder in 95 Mannschaften. Es war ein tolles Turnier, die Kinder waren motiviert und wir hatten auch tolles Wetter“, sagte Supper im Kurzinterview mit Stadionsprecher Holger Laser.

Rund 120 Höfleswetzer verfolgten das Spiel

Danach gab es direkt vor der Cannstatter Kurve noch ein Gruppenfoto mit den Kindern, Mannschaftsbetreuern, den WFV-Verantwortlichen und Präsident Vogt. Und dann zog der Pulk schnell weiter zu seinen reservierten Plätzen über dem Gästeblock auf der gegenüberliegenden Seite am Rande der Untertürkheimer Kurve. Rund 120 Kinder und Jugendliche verfolgten von dort aus und nicht weit unterhalb des Stadiondaches das Spiel aus der Vogelperspektive. Die jeweils drei besten Höfleswetzer-Teams und die Fair-Play-Gewinner des TV Nellingen hatten dort einen guten Überblick über das Spielgeschehen auf dem Rasen.