Trainer Till Ziemssen verfasst derzeit seine Masterarbeit und nimmt deshalb Auszeit. Foto: Günter Bergmann

Der Hockey-Zweitligist HTC Stuttgarter Kickers startet am Samstag gegen den Nürnberger HTC in die Rückrunde.

Hinter dem HTC Stuttgarter Kickers liegt viel Jubel. In der Hockey-Hallenrunde gelang der Titelgewinn, verbunden mit dem Aufstieg in die erste Liga. Auf dem Feld sind die Bedingungen nun aber völlig andere, wenn an diesem Samstag (15 Uhr) der Nürnberger HTC zum Auftakt der Freiluft-Rückrunde an der Hohen Eiche antritt. Dennoch: „Den Schwung und die gute Stimmung wollen wir mitnehmen“, sagt der Kapitän Sten Brandenstein.

 

Die Hinrunde lief nicht nach Plan. Die Kickers sind Sechster, haben nur einen Zähler Vorsprung auf den drittletzten Rang – im schlechtesten Fall ein Abstiegsplatz. Dann, wenn es in Liga eins zwei Teams aus dem Süden erwischt. Aktuell ist nur ein Club gefährdet, der Vorsprung auf den Vorletzten beträgt fünf Zähler. Ursprünglich war das Ziel ein ganz anderes: die Top drei. Für Brandenstein auch zurückblickend kein utopisches Ziel, sieht er die Vereine von Platz drei bis sieben doch auf einem ähnlichen Niveau. Der Münchner SC und die Zehlendorfer Wespen würden sich abheben, aber dahinter hätten „wir uns schon einfinden können, wenn wir mehr Konsequenz vor dem Tor und bessere Nerven gehabt hätten“.

Drei Spiele gingen erst im Penaltyschießen verloren. „Das haben wir nun in der Vorbereitung geübt“, sagt Brandenstein. Jedoch nicht unter der Aufsicht von Trainer Till Ziemssen. Dieser nimmt bis Saisonende eine Auszeit, verfasst derzeit seine Masterarbeit. Unter anderem dessen Bruder Hendrik sowie der Spielerrat haben die Verantwortung übernommen. Unter diesen Voraussetzungen gelte es, vorrangig den Klassenverbleib schnellstmöglich zu sichern, so Brandenstein, der sich über einen Rückkehrer freut: Lucca Epple weilte in der Hinrunde zum Studienaufenthalt in Spanien und mischt nun wieder mit. „Seine Torgefahr bringt uns weiter.“ Ebenfalls einen Aufschwung erwartet der Kapitän durch den Defensivmann Roman Seiffert, zuletzt Schwarz-Weiß Köln. Aus Studiengründen spielt Jonas Diesch indes nun für den Erstligisten Berliner HC.