Die Blumenmädchen strahlen bei der Modenschau. Foto: /Ines Rudel

Bei der Hochzeitsmesse „Ja!“ gibt es traumhafte Kleider, edlen Schmuck und stilvolle Dekoration zu bestaunen.

Göppingen - Für viele Paare zählt die Vermählung zum Höhepunkt der Biografie. Bei der zweiten Hochzeitsmesse „Ja!“ erhielten die Besucher am Sonntag auf dem Schloss Filseck Inspirationen für diesen besonderen Tag. „Es ist für alle etwas dabei“, sagt die Organisatorin Lisa Hartleb von der Göppinger Medienagentur Staufen Plus. 63 Aussteller präsentierten Tischdekorationen, Frisuren und Schmuck sowie Feuerwerk und Schminke. Und wer angesichts der vielen Möglichkeiten den Überblick zu verlieren befürchtete, dem boten Eventmanager an, die Gesamtorganisation zu übernehmen. Bereits kurz nach der Eröffnung waren die Ausstellungsräume gut gefüllt.

Die passenden Worte

Unter den Ausstellern war auch Nicole Schmid aus Donzdorf, die als Traurednerin für die passenden Worte während der Hochzeitsfeier sorgt. „Es ist wichtig, nahe bei dem Paar, bei deren Familien und Freunden zu sein“, sagt sie über ihre Arbeit. Rund 30 Stunden sei sie mit der Anfertigung einer Hochzeitsrede beschäftigt. Am Anfang stehe das Gespräch mit den Paaren. Beim Schreiben lasse sie sich ferner von einem Foto des Paares inspirieren. „Ich habe nichts in der Schublade, ich schreibe jedes Wort neu“, betont Schmid. Sie wolle mit ihren Sätzen Bilder in den Köpfen entstehen lassen. Gemein seien den Reden der Bezug zur Liebe. „Mir ist es wichtig, dass Freudentränen vergossen werden“, sagt die Traurednerin.

Strand und Palmen in den Flitterwochen

Das Messeangebot erstreckte sich jedoch nicht alleine auf Angebote für den Hochzeitstag. Mehrere Reisebüros warben für unvergessliche Flitterwochen. „Strand und Palmen“, so fasst Manuela Breitenbach, die ein Reisebüro in Bad Überkingen betreibt, den Wunsch vieler Paare für den Hochzeitsurlaub zusammen. Sehr gefragt seien die Malediven oder die Karibik. „Viele wollen auf eine Insel“, sagt die Reiseexpertin. Wer keine allzu langen Flüge in Kauf nehmen wolle, finde entsprechende Ziele auch in Europa, zum Beispiel in Griechenland, sagt sie.

Auf den Gängen und in den Räumen des Schlosses Filseck tummelten sich bereits am Vormittag zahlreiche Besucher, viele von ihnen mit roten Luftballons in Herzform oder Rosen in der Hand. Viele neugierige Augen waren auf die Models während der Modeschauen gerichtet, wo sich Hochzeitspaare und -besucher inspirieren lassen konnten.

Mode für Braut und Bräutigam

Ein wenig verhalten war das Interesse der Besucher dagegen am Stand der Ehe- und Paarberaterin Tanya Friedrich aus Schorndorf. Dabei sei es sinnvoll, nicht erst im letzten Moment eine Paarberatung zu machen, findet sie. Viele Probleme könnten gelöst werden, bevor sie immer größer würden. „Die meisten Menschen haben nicht gelernt, Konflikte konstruktiv zu lösen“, sagt die Paarberaterin. Mit 200 Fragen sucht sie nach Gemeinsamkeiten und findet heraus, wo die Stärken und Schwächen der Paare liegen. „Es macht auch ganz unabhängig von einem akuten Problem Spaß, sich seine Beziehung anzusehen“, meint sie.

Dem Fragebogen folgen zwei 90-Minuten-Gespräche. Dass durch die Paar-Analyse Konflikte aufbrechen, die sonst für immer geschlummert hätten, dass vielleicht sogar eine geplante Hochzeit wieder abgesagt wird, glaubt sie nicht. „Es gibt immer Bereiche in einer Beziehung, die gut sind“, weiß die Paarberaterin.

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