Niedersachsen, Oldenburg: Mitarbeiter von THW und der Feuerwehr Oldenburg befüllen Elemente eines mobilen Notdeichs mit Wasser. Der mobile Deich wird neben dem Parkfriedhof Bümmerstede errichtet. Foto: dpa/Christian Charisius

Eine kleine Gruppe aus Baden-Württemberg hat bei der Errichtung von mobilen Deichen gegen das Hochwasser in Niedersachsen mitgeholfen. Ob noch mehr Hilfe geschickt wird, hängt vom Ernst der Lage ab.

Noch gibt der Deutsche Wetterdienst keine Entwarnung für die vom Hochwasser betroffenen Regionen, die sich vor allem in Niedersachsen befinden. Unter den Helfern waren bis vor Kurzem auch Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg dabei. Laut eines Sprechers des Innenministeriums habe das Land bereits am 22. Dezember Unterstützung angeboten. Diese sei zunächst nicht notwendig gewesen. Erst am 30. Dezember habe man mit Geräten aushelfen können.

 

Eine Gruppe, die aus 13 Feuerwehrleuten aus dem Kreis Ludwigsburg stammen, habe einen sogenannten Abrollbehälter mit mobilen Deichen nach Niedersachsen transportiert. Das sei bisher die einzige Hilfe gewesen, die aus Baden-Württemberg kam. „Das Material ist aktuell noch vor Ort; die Helferinnen und Helfer sind inzwischen wieder zuhause“, so der Sprecher.

Weitere Hilfe möglich

Das Innenministerium verwaltet die Notfallhilfe für das gesamte Bundesland Baden-Württemberg. Da sich die Lage sich seit dem ersten Hilfsangebot wieder etwas entschärft habe, sei es nicht weiter notwendig gewesen, Hilfskräfte in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete zu schicken. „Sollte sich die Situation durch weitere Regenfälle wieder verschärfen, werden wir sicher weitere Unterstützung anbieten“, sagt der Sprecher aus dem Innenministerium

Laut des Bundesinnenministeriums seien insgesamt 684 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks vor Ort, um Hilfe zu leisten. Die kleine Gruppe von Hilfskräften aus Ludwigsburg haben ihre Hilfe in der 20 000-Einwohner-Stadt Lilenthal nördlich von Bremen geleistet.

Laut Angaben der Helfer sei mit einem Dammbruch in dem Gebiet zu rechnen. Aufgrund von anhaltendem Regen sowie steigendem Wasserdruck und steigenden Pegelständen ist die Gefahr von einem einem solchen Szenario laut Experten wieder gegeben.