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Werner Halm, der Vorsitzende des Vereins „Historische Gebäude und Ortsgeschichte Hochdorf“ war die treibende Kraft der Hof-Sanierung. Im Interview nennt er seine Beweggründe.

Hochdorf - Der Bachweberhof lebt. Damit ist die Mission des Vereins „Historische Gebäude und Ortsgeschichte Hochdorf“ noch nicht zu Ende. Werner Halm hat den Verein gegründet. Im Gespräch blickt er zurück in die Hochdorfer Zukunft.

Herr Halm, was war der Auslöser ihres Engagements?

Im November 2013 hat die Abteilung DaCapo des Gesangsvereins Frohsinn ein Konzert vor der Kulisse der alten Scheuer gegeben. Da war so eine tolle Stimmung, dass ich mir gedacht habe, das Ding darf auf keinen Fall abgerissen werden. Ich habe mehrere Leute spontan angesprochen und gleich viele Mitstreiter gefunden.

Musste es gleich ein Verein sein?

Ja. Dadurch konnten wir uns auf dem Rathaus besser Gehör verschaffen. Es war ein langer Weg, aber schließlich hat die Gemeinde das Anwesen gekauft. Der Erfolg spricht nun für sich.

Im Vereinsnamen ist die Rede von „Historischen Gebäuden“. Das ist Mehrzahl. Liegt denn noch viel im Argen in Hochdorf?

Jein. Viel kann man nicht sagen. Dazu ist in der Vergangenheit viel zu viel historische Bausubstanz abgerissen worden. Deshalb aber kämpfen wir auch um den Erhalt des Schusterhäusles, eines kleinen, pittoresken Tagelöhnerhauses, und hoffen, dass das gelungene Beispiel des Bachweberhofs zu einem schlanken Entscheidungsprozess im Rathaus und im Gemeinderat führt.

Wie steht der Kampf?

Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Aber es schadet nicht, mit Blick auf die Erfolgsgeschichte der Bachweberhaus-Sanierung und in Zusammenhang mit dem zum Schmuckstück gewordene Rathaus und dem sanierten Turm der Martinskirche immer wieder darauf hinzuweisen, was mit etwas gutem Willen alles möglich ist.

Tue Gutes und rede darüber?

Nicht nur reden, sondern auch schreiben. Wir sind derzeit dabei, im Zuge unserer Beschäftigung mit der Ortsgeschichte einen historischen Ortsrundgang zusammenzustellen. Darin sind neben den vier bisher genannten Gebäuden noch rund 30 weitere aufgenommen. Wir werden an jedes Haus ein kleines Schild mit den Grundinformationen anbringen und begleitend dazu eine ausführlichere Broschüre veröffentlichen.

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