Autos können den Kröten gefährlich werden. Foto: Kratz

570 Bergmolche und 360 Kröten haben Harald und Dennis Wochner aus Heumaden in diesem Frühjahr bisher gerettet.

Stuttgart-Heumaden - Die Zahlen sprechen für sich. 570 Bergmolche und 360 Kröten haben Harald und Dennis Wochner in diesem Frühjahr bisher gerettet. Sie haben die Tiere beim zugeschütteten Feuerlöschteich an der Schwendestraße gesammelt und zu den neuen Biotopen getragen. Die befinden sich ein paar hundert Meter weiter in Richtung Wald. Die Tiere haben noch nicht registriert, dass ihr einstiges Laichgewässer Geschichte ist.

Über die Summe der Geretteten hat der Heumadener Harald Wochner jüngst das Gartenamt informiert. Da die Kröten meist erneut zum Feuerlöschteich wandern, gibt Wochner zu bedenken: „Eine Mehrfachzählung der Kröten ist dadurch durchaus möglich“, schreibt er. „Erfreulich ist, dass doch mindestens ein Krötenweibchen Laichschnüre abgelegt hat.“ Außerdem teilt Wochner mit, dass er und sein Sohn Dennis an einem Abend 23 Feuersalamander nahe der beiden Biotope gezählt haben.

Soweit die guten Nachrichten. Zu den schlechten gehört ein Loch am Feuerlöschteich. In die Grube würden immer wieder Tiere fallen. Das Loch werde diese Woche gefüllt, sagt Walter Wagner vom Gartenamt. Die Arbeiter hätten dort an einem Rohr gewerkelt. Ein weiteres Problem sei, so Wochner, dass Autos den Amphibien gefährlich würden. Die Fahrzeuge würden Leuten gehören, die Veranstaltungen im evangelischen Gemeindehaus besuchen. Zudem hätten er und sein Sohn beobachtet, dass einige Autofahrer die Feldwege als Abkürzung benutzen. „Und dies während der Hauptwanderzeit der Amphibien“, sagt Wochner. Laut Wagner vom Gartenamt ist das Ordnungsamt informiert.

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