Herzogin Meghan und Prinz Harry bei ihrem jetzt schon berüchtigten TV-Interview mit Oprah Winfrey. Foto: dpa/Joe Pugliese

Die Queen wünscht sich, dass der Disput zwischen der Königsfamilie und den Sussexes nicht mehr in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Doch Harry und Meghan wissen genau, wie sie ihre Botschaft an den Mann bringen.

London - Queen Elizabeth II. hätte nicht deutlicher werden können: Man werde die Vorwürfe, die Herzogin Meghan und Prinz Harry in ihrem TV-Interview mit Oprah Winfrey erhoben haben, klären – aber privat, als Familie. Kein öffentliches „Er sagt, sie sagt“ mehr, die Probleme werden jetzt innerhalb der Palastmauern geklärt. Nur: Die Sussexes haben offenbar andere Pläne. Gleich zwei Mal ließen sie in den vergangenen Tagen andere für sich sprechen – und das wieder öffentlich.

Es war an der US-amerikanischen Moderatorin Gayle King zu berichten, dass Harry mit seinem Vater Prinz Charles und seinem Bruder Prinz William inzwischen telefoniert habe. Nach ihren Informationen seien diese Gespräche „nicht produktiv“ verlaufen, doch seien die Beteiligten froh, dass überhaupt wieder „ein Gespräch in Gang gekommen“ sei, sagte die mit dem Paar befreundete CB-Moderatorin am Dienstag.

King zufolge sind Harry und Meghan „frustriert“ darüber, dass das Thema des Rassismus in der Königsfamilie seit dem Interview vom 7. März die Schlagzeilen beherrscht. Eigentlich sei es den beiden darum gegangen, „dass die Royals eingreifen und den Medien sagen, dass sie mit diesen unfairen, ungenauen, falschen Geschichten aufhören sollen, die definitiv einen rassistischen Blickwinkel haben“, sagte die Moderatorin.

Janina Gavankar ist eine Freundin von Meghan

Im Frühstücksfernsehen des britischen Senders ITV war vergangene Woche bereits Janina Gavankar zu Gast, die nach eigenen Angaben seit 17 Jahren mit Herzogin Meghan befreundet ist. Sie erklärte, sie habe das Oprah-Interview sogar gemeinsam mit ihrer Freundin und Prinz Harry gesehen. Meghans Freunde seien froh, dass „die Wahrheit endlich draußen ist“, sagte Gavankar und prophezeite kryptisch: „Es ist eine neue Ära.“

Es ist unwahrscheinlich, dass King und Gavankar über Meghan und Harry sprechen, ohne von ihnen das Okay dafür bekommen zu haben. Gavankar sagte explizit, das Paar wisse, dass sie im britischen Fernsehen über sie spreche. Offenbar versuchen die Sussexes weiter die Berichterstattung und die Entwicklungen nach dem Oprah-Interview zu steuern, auch wenn sie sich selbst nicht mehr öffentlich äußern. Genauso tauchen täglich übrigens auch zig „Insider“ auf, die behaupten, für den Palast zu sprechen und Kritik am Vorgehen der Sussexes üben.

Ob das einem offenen Dialog zwischen dem Buckingham Palace und Santa Barbara zuträglich ist, bleibt abzuwarten. Die britische Königsfamilie soll inzwischen regelrechte Panik haben, dass das, was in einem direkten Gespräch mit den Sussexes aufs Tapet gebracht würde, direkt seinen Weg ins US-amerikanische Fernsehen finden würde.

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