Sabine Wahl, die Clubchefin der 2300 Mitglieder starken KSG Gerlingen, freut sich über den großen Zuspruch für das Sportprogramm – doch sie hat auch eine Sorge.
Sabine Wahl ist Vorsitzende der KSG Gerlingen und freut sich über die guten Werte für die Stadt.
Frau Wahl, in Gerlingen sind die Menschen im Gebiet Leonberg-Strohgäu am meisten zufrieden mit dem Sportangebot.
Ich bin tatsächlich ein wenig überrascht, dass wir so extrem gut dabei sein. Dieses positive Echo aus der Bevölkerung freut uns von der KSG natürlich und wir sehen es als Beleg für unsere gute Arbeit. Wir haben 2300 Mitglieder, also mehr als jeder Zehnte aus unserer Stadt ist Mitglied im Verein – wir versuchen alle mitzunehmen, vom dreijährigen Kind bis zu den 100-Jährigen.
Ist wirklich alles Friede, Freude, Eierkuchen im Sport in Gerlingen?
Wir haben ja sehr unter Corona gelitten und rund zehn Prozent unserer Mitglieder verloren – das haben wir mittlerweile wieder aufgeholt und stehen sogar besser da als vor Corona. Aber wie wahrscheinlich jeder Verein kämpfen wir darum, ausreichend ehrenamtliche Übungsleiter zu finden. Da sehen wir uns einer großen Konkurrenz gegenüber, ich meine die professionellen Sportstudios und auch die Gesundheitskurse in den Volkshochschulen. Dabei verlangen wir von unseren Übungsleitern mehr, als nur ein Trainer in einem Gym zu sein.
Ein Verein leistet mehr als ein Sportstudio
Das heißt?
Wir sind ein Verein, da geht das Engagement über den reinen Sportbetrieb hinaus, da müssen auch ehrenamtlicher Einsatz geleistet und das Miteinander gepflegt werden. Dafür Menschen zu gewinnen wird leider immer schwieriger.