Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart bleibt der Lehrer im Schuldienst. Foto: Petrovich12 - Adobe Stock

In Heidenheim hat nach einem Bericht der örtlichen Tageszeitung ein Lehrer Frauen in einer Damenumkleide heimlich gefilmt. Jetzt kritisiert der Landeselternbeirat die Schule des Lehrers.

Heidenheim - Der Landeselternbeirat kritisiert ein Heidenheimer Gymnasium für das Schweigen zum Vergehen eines Lehrers - er hatte in der Damenumkleide einer Sporthalle heimlich gefilmt. „Es ist absolut unverständlich, dass die Elternschaft darüber nicht informiert wurde“, sagte der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Carsten Rees, am Mittwoch. „Jetzt hat der Fall ein Gschmäckle, weil man das Gefühl hat, dass ihn Schule oder Schulaufsichtsbehörde vertuschen wollten.“ Der Fall vom Herbst 2017 wurde durch einen Bericht der „Heidenheimer Zeitung“ am Dienstag bekannt.

Der Lehrer bleibt nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart im Schuldienst. Ein Disziplinarverfahren sei nicht eingeleitet worden, da es um eine Handlung außerhalb seines Dienstes gegangen sei. Die Kamera filmte demnach Vereinssportlerinnen am Abend. Schülerinnen seien nicht betroffen gewesen. Laut Staatsanwaltschaft Ellwangen befand sich die Kamera in der Damendusche und konnte aus der Ferne eingeschaltet werden. Der Lehrer hat demnach einen Strafbefehl wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen in vier Fällen akzeptiert und muss mehrere Tausend Euro Strafe zahlen.

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