Investitionen in private Ladeanschlüsse – hier gibt es laut Haus und Grund noch Potenzial. Foto: dpa

Haus & Grund blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Eine Zukunftsvision ist der Ausbau der privaten Lade-Infrastruktur für Elektroautos.

Stuttgart - Urkunden zieren die Wand im Foyer der Haus & Grund-Niederlassung an der Gerokstraße. Sie belegen, dass der Stuttgarter Verein in den vergangenen Jahren regelmäßig auf den vorderen Plätzen lag, was den Mitgliederzuwachs anbelangt. Erfolgreicher im bundesweiten Ranking ist nur München. Für 2018 verzeichnet die Haus- und Grundbesitzvertretung eine weitere Steigerung. „Wir können auf 1245 neue Mitglieder und einen Nettozuwachs von 482 Mitgliedern verweisen“, stellt Klaus Lang, der Vorsitzende des Vereins, im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag zufrieden fest. Das sei auch eine Bestätigung für die Angebote der Haus & Grund. Der Beratungsservice erfreue sich einer anhaltend starken Nachfrage. Auch die im vergangenen Jahr neu hinzugekommenen Themen Gartenplanung sowie Bau- und Architektenrecht stoßen offenbar auf großes Interesse. „Wir haben 2018 rund 8000 Beratungen durchgeführt“, geht Geschäftsführer Ulrich Wecker ins Detail. „In erster Linie geht es dabei um rechtliche Belange. Zunehmend stehen aber auch steuerliche, bautechnische und energetische Fragen im Mittelpunkt.“

Potenzial bei privater E-Lade-Infrastruktur

Ein wichtiges Handlungsfeld, das Haus & Grund 2019 besetzen möchte, ist die Förderung der E-Mobilität. „Im Deutschland-Vergleich steht die Stadt mit 1500 angemeldeten E-Fahrzeugen gut da“, so Lang, „das entspricht aber lediglich einem Anteil von 0,5 Prozent an der Gesamtzahl von PKW.“ Er sieht ein enormes Potenzial in der Ausweitung der privaten E-Lade-Infrastruktur: „Stuttgart verfügt über 200 Ladesäulen im öffentlichen Raum. Wichtiger sind aber Stationen, an denen Fahrzeuge vollständig aufgeladen werden können – etwa über Nacht, direkt vor der Haustür.“

Haus & Grund: Stadt soll private E-Ladeanschlüsse fördern

„Rund 145 000 Mietwohnungen in Stuttgart sind in privater Hand“, rechnet Ulrich Wecker vor. Sie werden oft inklusive Stellplatz vermietet. Das eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten, Ladestationen zu schaffen.“ Haus & Grund fordert die Stadt auf, den Ausbau öffentlicher Ladestellen zu stoppen und stattdessen Investitionen in private E-Ladestellen zu fördern. Dem Verein schwebt ein Gesamtpaket von 5 Millionen Euro vor. Mit zwei Ladeanschlüssen auf dem Parkdeck der Geschäftsstelle, die durch Mitglieder genutzt werden können, ist man bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Auch die hauseigene Fahrzeugflotte soll sukzessive auf E-Autos umgestellt werden.

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