Bis zur Fußball-EM 2024 soll das Haus des Tourismus nicht mehr wie eine Großbaustelle aussehen. Foto: Lichtgut/Leif Piechow/ki

Armin Dellnitz, der Chef von Stuttgart-Marketing, rechnet mit Verzögerungen. Der neue große i-Punkt auf dem Marktplatz wird wohl erst im Spätsommer 2024 eingeweiht werden können.

Der Stuttgarter Marktplatz hat einiges zu bieten: Ob Wochenmarkt, Weihnachtsmarkt oder verschiedene Festivitäten: Die Fläche vor dem Rathaus wird gerne bespielt. Wer dort vorbeischaut, trifft auf Passanten, die zu den Geschäften unterwegs sind, oder auf Berufstätige, die dort auch gerne ihre Mittagspause verbringen. Sehr gut kommt in den Sommermonaten auch das große Fontänenfeld an, durch das Kinder immer wieder rennen und springen. Der Marktplatz ist eine Anlaufstelle in Stuttgart. Dazu soll auch das Haus des Tourismus beitragen, das dort derzeit aus dem ehemaligen Modehaus Breitling entsteht.

 

Die Arbeiten sind mittlerweile in vollem Gange. Eigentlich sollten die neuen Räume im August 2023 eröffnet werden. „Aber wir haben leider erst im Februar dieses Jahres die Baugenehmigung bekommen“, sagt Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH und Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH. „Dann konnten wir erst richtig loslegen.“ Der neue Zeitplan sah vor, dass bis zur Fußball-Europameisterschaft 2024 das Haus des Tourismus „überwiegend fertig wird – zumindest außen“. Die Hoffnung, dass das Gebäude zu dem Großereignis (14. Juni bis 14. Juli) öffnen wird, hat Dellnitz nun aber endgültig begraben. „Es wird Spätsommer 2024“, sagt er. „Wir werden aber zur EM ein ansehnliches Gebäude zeigen können, dass zumindest nicht der Eindruck einer Großbaustelle entsteht.“

Verzögerungen beim Bauen sind nicht ausgeschlossen

Die Verzögerungen rühren unter anderem daher, dass die Arbeiten während verschiedener Veranstaltungen und Festivitäten auf dem Marktplatz ruhen werden. Zum Beispiel während des Weihnachtsmarktes. Auch einige Freibereiche, die für die Baustelle und Materiallagerungen vorgesehen sind, werden immer mal wieder geräumt werden müssen, um mehr Platz zu schaffen. „Am Ende ist das aber nicht der Casus knacksus“, sagt Dellnitz. „In der Regel kommt es bei Bauarbeiten immer zu Verzögerungen.“ Durch die vielen unterschiedlichen Gewerke, die vonnöten seien und die aktuellen Probleme in der Bauwirtschaft müsse man einfach damit rechnen.

Die Kosten für das Haus des Tourismus liegen derzeit bei 20,4 Millionen Euro. Klar ist, dass der i-Punkt in der Königstraße 1A auch während der Europameisterschaft noch geöffnet haben wird. Erst nach der Einweihung des Hauses des Tourismus werde man die Zelte am Hauptbahnhof erst einmal abbrechen, sagt Dellnitz. „Wir schauen nach einem kleinen Büro am oder im Bahnhof, aber es kann schon sein, dass wir dort eine Lücke von ein bis zwei Jahren haben werden.“