Die Tür einer S-Bahn wollte sich am Morgen einfach nicht schließen lassen (Symbolbild). Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

S-Bahn-Fahrer in Stuttgart mussten am Donnerstagmorgen teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Eine S-Bahn steckte für fast 15 Minuten am Hauptbahnhof fest. Die Auswirkungen waren weitreichend.

Stuttgart - Am Donnerstagmorgen ist der S-Bahn-Verkehr in und um Stuttgart stark eingeschränkt worden. Schuld war nicht etwa der plötzliche Wintereinbruch, sondern eine Tür, die sich einfach nicht schließen lassen wollte. Fahrgäste mussten ab 7.30 Uhr lange auf ihre Weiterfahrt warten. Die Beeinträchtigungen im S-Bahn-Verkehr hielten bis zum Vormittag an.

Stau auf der Stammstrecke

Die von der Türstörung betroffene Bahn sollte um 7.31 Uhr vom Hauptbahnhof in Richtung Bad Cannstatt weiterfahren. Doch eine der Türen wollte nicht schließen. Nach Angaben der Deutschen Bahn soll es etwa 15 Minuten gedauert haben, bis der Lokführer die Störung beheben konnte. In der Zwischenzeit hatte sich bereits ein Stau auf der Stammstrecke gebildet.

„Unsere S-Bahnen fahren normalerweise in einer 15 Minuten Taktung, das bedeutet, dass alle zweieinhalb Minuten ein Zug über die Stammstrecke rollt“, erklärt Reinhold Willing, Pressesprecher der S-Bahnen in Stuttgart, „wenn nur eine S-Bahn stecken bleibt, bildet sich sofort ein Rückstau.“ Um das Aufstauen zu vermeiden, nahm die Leitstelle sofort S-Bahnen aus dem Verkehr. „In solchen Fällen ändern wir unseren 15 Taktung in eine 30 Minuten Taktung um“, sagt der Pressesprecher.

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Der Lokführer habe gut reagiert

Insgesamt stand die betroffene S-Bahn für 12 Minuten am Bahnsteig. „Die Nordlinien S4, S5 und S6, die an der Schwabstraße beginnen, wären direkt in den Stau gefahren, deshalb haben wir sie erst gar nicht losfahren lassen“, sagt Willing. Das wirkte sich auch eine Stunde später noch auf die Fahrgäste aus, die an den Endstationen Backnang, Marbach und Bietigheim-Bissingen auf ihre Bahnen warteten.

Bis etwa 10.30 Uhr kam es noch zu Verspätungen und einzelnen Fahrtausfällen. Eine schnellere Reparatur der Tür wäre nicht möglich gewesen, sagt Schilling. „Jede Störung hat einen anderen Ursprung“, sagt Willing, „der Betriebsfahrzeugsführer hat einen sehr guten Job gemacht.“

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