Die Handballer des TSV Schmiden sind im Heimspiel gegen die MTG Wangen in der Württemberg-Liga chancenlos und verlieren deutlich mit 29:41 Toren.
Nach dem Schlusspfiff am gestrigen Sonntagabend in der Schmidener Sporthalle lässt sich eines mit Gewissheit sagen: Die Handballer der MTG Wangen waren in dieser Saison in der Württemberg-Liga eine Nummer zu groß für das Ensemble des TSV Schmiden. Nachdem bereits das erste Aufeinandertreffen am ersten Spieltag Ende September mit 37:26 an den Aufsteiger aus dem Westallgäu gegangen war, gewann der Tabellendritte auch das zweite Duell deutlich mit 41:29 (17:14). „Unser Problem war heute über die kompletten 60 Minuten das Abwehrverhalten. Da hat die Abstimmung gefehlt, wir haben keinerlei Zugriff auf die Angreifer bekommen“, sagte der Schmidener Co-Trainer Richard Babjak. Er hatte diesmal die Verantwortung an der Seitenlinie, weil der Chef-Coach Benjamin Koch im Dänemark-Urlaub weilt. Er kehrt erst am kommenden Sonntag, pünktlich zum Auswärtsspiel beim TV Weilstetten, zurück.
Die Gastgeber liegen in 60 Minuten kein einziges Mal vorn
Die Wangener, die zunächst lange mit der HSG Albstadt an der Spitze der Tabelle marschiert waren, hatten am Jahresende nicht nur das Gipfeltreffen in eigener Halle verloren, sondern auch die Auswärtspartien in Wolfschlugen und in Bietigheim und waren damit auf den dritten Platz zurückgefallen. Von ihrer kleinen Krise scheinen sich die Akteure aber in der Winterpause gut erholt zu haben. Denn vor 200 Zuschauern in Schmiden gestattete der Favorit den Gastgebern keine einzige Führung und lag kurz vor der Pause bereits mit fünf Toren vorn (16:11). Zwar kamen die Schmidener bis zum Seitenwechsel noch einmal auf drei Tore heran, die endgültige Entscheidung zu Gunsten der MTG fiel dann aber zwischen der 37. und 45. Spielminute. In dieser Phase bauten die Gästespieler um die siebenfachen Torschützen Max Weber, Felix Mendler und Tim Geyer ihre Führung mit einem 7:0-Lauf von 24:20 auf 31:20 aus. „Der Gegner war alles andere als überragend und schon gar nicht zwölf Tore besser als wir. Wir haben allerdings so viel falsch gemacht, dass er besonders in dieser Phase leichtes Spiel hatte“, sagte Babjak. Lediglich dem Torhüter Jan Riegel bescheinigte der Co-Trainer halbwegs Normfallform.
Der Gästetrainer hört zum Saisonende auf
Die Gäste aus Wangen freuten sich derweil, dass sie sowohl die Schwächephase vor Weihnachten, als auch die zu Wochenbeginn im Training erhaltene Hiobsbotschaft gut weggesteckt haben. Da hatte nämlich der Erfolgstrainer Sebastian Staudacher überraschend eröffnet, dass er den Verein zum Saisonende aus privaten Gründen verlassen werde – nach zehn Jahren als Jugendtrainer und anschließend fünf Jahre als verantwortlicher Coach bei den Männern.
TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Mack (5), Feirabend (4/3), Hirning (4), Siebel (4), Bühler (4), Hellmann (3), Gühne (2), König (2), Züfle (1), Manuel Koch, Schirm, Fischer.