Zwei Verletzungen überschatten am Samstagabend die Handball-Begegnung in die Zeppelinhalle. Am Ende verliert der SV Fellbach in der Baden-Württemberg-Oberliga mit 28:34 gegen den TSV Heiningen.
Fellbach - Um 21.24 Uhr ertönte die Schlusssirene in der Zeppelinhalle. Nach gut zwei Stunden war es endlich geschafft. Das Spiel war sowohl für die Handballer des SV Fellbach als auch für die Gäste des TSV Heiningen ein hartes Stück Arbeit. Viele Unterbrechungen und zwei schwere Verletzungen waren am Samstagabend die Ursache dafür, dass so lange gespielt werden musste. Am Ende dieser Begegnung, in der das sportliche Geschehen zuweilen keine Bedeutung mehr hatte, gewann der TSV Heiningen in der Baden-Württemberg-Oberliga gegen den SV Fellbach mit 34:28 (16:10).
Das sportliche Geschehen hatte mitunter keine Bedeutung mehr
Schon in der 9. Minute kam es zu einer der längeren Unterbrechungen. Maximilian Pfeil vom SV Fellbach rauschte mit dem Kopf in die Schulter eines Gegenspielers. Er wurde minutenlang behandelt und saß noch eine Weile mit Eiskühlung am Kopf auf der Bank, ehe er sich aufgrund massiver anhaltender Kopfschmerzen ins Krankenhaus begeben musste. In der zweiten Hälfte kurz nach Wiederbeginn dann der nächste Schock, diesmal auf der anderen Seite: Nick Kohnle sprang bei einem Zweikampf der Ellenbogen am linken Arm heraus. Auch er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Stimmung in der Halle war dementsprechend getrübt. „Da sieht man mal, wie schnell das Spiel in den Hintergrund rücken kann“, sagte Dieter Pfeil, der Abteilungsleiter des SV Fellbach.
In der rund zwanzigminütigen Behandlungspause versuchten sich alle Spieler bestmöglich warmzuhalten. Es stand zu diesem Zeitpunkt 18:14 für den TSV Heiningen, der SV Fellbach war drauf und dran, wieder den Anschluss zu finden. Als die Partie fortgesetzt wurde, stellte sich dieser Aufschwung aber schnell wieder ein. Binnen zwei Minuten erzielten die Gäste vier Treffer, dem SVF gelang kein einziger. „Während der ganzen Unterbrechungen war es auch für uns Spieler nicht einfach, da immer heiß zu bleiben und immer wieder reinzukommen“, sagte der Spielertrainer Andreas Blodig.
Mal war das Gebälk im Weg, mal der starke Yanik Braun vom TSV Heiningen
Schon zu Beginn der Begegnung hatten die Fellbacher viele gute Torgelegenheiten ausgelassen. Die vierte Minute stand sinnbildlich für die Chancenverwertung der Gastgeber: Erst warf Constantin Schäfer den Ball an den Pfosten, wenige Augenblicke später setzte Juri Sawada die Kugel an die Latte – doppeltes Pech. Und wenn das Torgebälk mal nicht im Weg stand, dann Yanik Braun, der starke Torsteher der Gäste.
Der Tabellenletzte SV Fellbach startete mit diesem Ergebnis nicht gut aus der Winterpause, am Ende stand wieder eine Niederlage zu Buche – es war die achte nacheinander. Dazu kommt noch ein weiterer Ausfall mit Maximilian Pfeil, der dem ohnehin dünn besetzen Aufgebot des SV Fellbach bis auf Weiteres wohl fehlen wird. „Zu der mentalen Belastung aufgrund der Tabellensituation kommt dann halt so etwas immer noch dazu. Es ist derzeit nicht einfach für uns“, sagte Dieter Pfeil, der Abteilungsleiter, der auch als Vater des verletzten SVF-Akteurs mitlitt. SV Fellbach: Gantner, Siemer – Klett (5/4), Sawada (5), Blodig (4), Wente (4), Dierl (3), Constantin Schäfer (3), Moritz Schäfer (2), Kapp (1), Müller (1), Brunner, Pfeil.