Michael Kraus (30/von 2002 bis 2007 und wieder seit 2013 bei Frisch Auf): Ebenso wie Kneule hat auch Kraus (113 Länderspiele) eine seiner Stärken im Eins-gegen-eins, dazu besticht er durch einzigartige Wurfqualität: „Mimi schießt ansatzlos und knallhart“, weiß sein Ziehvater Petkovic. ... Foto: Bongarts

Die Gemeinsamkeit: Alle vier Steuermänner stammen aus Württemberg. Der Unterschied: Jeder hat eine andere Spielweise. An diesem Samstag (19 Uhr) steht das HBW-Duo Martin Strobel und Felix König den Göppingern Tim Kneule und Michael Kraus im Handball-Bundesliga-Derby in Balingen gegenüber.

Stuttgart - Ob es Zufall ist, dass in der Schaltzentrale auf dem Handballfeld so viele gute Spieler aus dem Land kommen? Markus Baur (42) schüttelt energisch den Kopf: „Nein, das liegt vielmehr an der sehr guten Ausbildung in Württemberg.“

Auch der frühere Topspielmacher (228 Länderspiele/712 Tore) ging bei Trainer Kurt Reusch beim VfL Pfullingen in die Lehre. Unter dem aktuellen Göppinger Coach Velimir Petkovic gelang ihm bei der HSG Wetzlar der Durchbruch. „Petkovic hat ein Händchen für Mittelleute“, lobt ihn Baur.

So entwickelte sich auch Michael Haaß (inzwischen SC Magdeburg) bei Frisch Auf zum Spielmacher Nummer eins in der Nationalmannschaft. Und am Aufstieg von Michael „Mimi“ Kraus (wie Baur 2007 Weltmeister) hat der gebürtige Bosnier ebenfalls großen Anteil.

Jetzt schaffte sein Frisch-Auf-Teamkollege Tim Kneule wieder den Sprung in die A-Nationalmannschaft. Und bei Balingen haben Strobel und König in Rolf Brack ebenfalls einen ausgewiesenen Fachmann als Trainer.

Einen Überblick über das Quartett finden Sie in unserer Bildergalerie.

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