Frühstück am Feuertag: Der Rohrer Waldkindergarten grillt am Lunaweg. Foto: z

Der Grillplatz am Lunaweg in Dürrlewang eignet sich gut für Familien – ist aber auch bei Jugendlichen beliebt.

Stuttgart-Dürrlewang - Wie das mit dem Feuermachen geht, das weiß der sechsjährige Elias. Schließlich hat er es oft genug am Grillplatz am Lunaweg im Wald in Dürrlewang beobachtet. „Man nimmt einen Feuerstein und schlägt ihn gegen ein Stück Metall“, erklärt er. Dann gibt es einen Funken und mit dem kann man den Grill anwerfen. Das weiß Elias allerdings nur theoretisch. „Wir Kindergartenkinder dürfen noch kein Feuer machen“, sagt er und fügt artig hinzu: „Das machen nur die Erzieher.“

Jan Möllmann, Erzieher im Rohrer Waldkindergarten, hat Elias’ Erklärung zugehört und nickt. Er hat dem nicht viel hinzuzufügen. Außer, dass es während der Feuertage im Winter manchmal nicht ganz so schnell mit dem Feuermachen gehe, weil dann die Luft in der Regel feuchter sei.

Im Schnitt zweimal im Monat ist Feuertag im Rohrer Waldkindergarten. Dann grillen Erzieher und Kinder zusammen: Würstchen, Vegetarisches und manchmal auch Butterbrote – wenn die Eltern vergessen haben, dass Feuertag ist und nur ein normales Vesper mitgegeben haben. Ziel der morgendlichen Ausflüge ist immer der Grillplatz am Lunaweg, der keine 200 Meter vom Revier des Waldkindergartens entfernt liegt.

Mitten im Wald gelegen wirkt der Grillplatz sehr idyllisch

Prinzipiell hält Möllmann ihn für ideal, um mit kleinen Kindern zu grillen. „Er ist sehr offen und übersichtlich gestaltet.“ Auf einer großen Lichtung befindet sich eine große Grillstelle mit drei Rosten. „Da kann locker für 30 Personen gegrillt werden“, sagt er. Mit dem entsprechenden „Würschtles-Management“ haben es die Erzieher des Waldkindergartens auch schon einmal geschafft, 60 Esser zu beköstigen. Wuchtige Bänke um die Grillstelle und Esstische bieten Platz. Ein paar Spielgeräte zum Toben sind auch da.

Mitten im Wald gelegen wirkt der Grillplatz sehr idyllisch – ist es in der Ferienzeit allerdings oft weniger. „Man kann den Grillplatz eben sehr gut erreichen“, sagt Möllmann. Einerseits ein klarer Standortvorteil – der aber im Sommer dazu führt, dass dort viel los ist. Vor allem für Jugendliche sei er attraktiv. Die Spuren nächtlicher Gelage müssen oft die Griller am nächsten Tag wegräumen. Zwar schauten Mitarbeiter von der Stadt regelmäßig nach dem Rechten, sagt Möllmann, aber eben nicht oft genug. Denn nach seiner Meinung gibt es ein Kardinalsproblem am Grillplatz am Lunaweg: „Leider gibt es keine Mülleimer.“ „Wenn wir mit den Kindern kommen, machen wir erstmal einen Rundgang über die Wiese. Oft müssen wir Abfall wegräumen.“

Fazit:
Die Grillplatz am Lunaweg ist gut zu erreichen, prinzipiell sauber und schön gelegen. Das Prinzip, dass jeder seine Hinterlassenschaften mitnimmt, wird aber nicht von jedem beherzigt. Ein weiteres kleines Manko: Der Waldweg wird auch von Autos befahren, etwa vom städtischen Ordnungsdienst oder der Polizei, die dort regelmäßig kontrollieren. Den sollte man im Auge haben, wenn man mit Kindern dort grillt.

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