Greenpeace am Milaneo. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Bei einer Info-Aktion in Stuttgart haben Aktivisten von Greenpeace mehr Bioprodukte und veganes Essen in öffentlichen Kantinen gefordert.

Ein Samstag Vormittag, ein Goldener-Oktober-Tag wie aus dem Bilderbuch – ein toller Anlass für einen Besuch des Mailänder Platzes, und mittendrin bei den Wasserspielen steht Greenpeace mit einem Infostand. Das Motto lautet: „Fleisch killt Wald und Klima“. Dazu eine Illustration: Die Fläche, die allein in diesem Jahr im Amazonas-Regenwald abgebrannt und gerodet wurde, maßstabsgerecht hineinmontiert in die Umrisskarte von Deutschland. Die Erkenntnis: Würde dies hier passieren, wäre von diesem Land nicht mehr sonderlich viel übrig. Eine Fläche, die vor allem für die Produktion von billigem Tierfutter verwendet werden soll, damit Fleisch weiterhin billig bleibt. -

Das ist ja ein Antithema zur allgemeinen Konsumlaune an diesem Vormittag vor dem Milaneo. Dennoch: Die Neugier ist groß, auch bei den jungen Leute, die sich da gerne treffen. Astrid Rudolf und ihre sieben Helfer haben viel zu tun mit Informieren. Etwas schwieriger ist es, die Unterschriften für die Initiative Lieferkettengesetz zu bekommen, das Unternehmen zur Achtung von Umweltstandards und Menschenrechten verpflichten soll.

Rudolf hat aber auch eine Botschaft für lokale Aktivitäten parat: „Verlangen Sie in öffentlichen Kantinen und in Kindergärten mehr nach Bio-Produkten und veganem Essen. In Stuttgart liegt da der Anteil bei gerade mal 25 Prozent. Wir fordern einen Anteil von 50 Prozent.“

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