Schüler der Faurndauer Waldorfschule und des Göppinger Freihof-Gymnasiums haben sich vor dem Rathaus versammelt, um ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen. Foto: StZ

Auf der ganzen Welt ahmen Schüler die Aktivistin Greta Thunberg nach. Jetzt ist auch in Göppingen erstmals unter dem Motto „Fridays for Future“ demonstriert worden. Für die Zukunft haben die Schüler weitere Aktionen geplant.

Göppingen - Rund 50 Schüler haben sich am Freitag vor dem Göppinger Rathaus versammelt, um für den Klimaschutz zu streiken. Auf ihren Pappschildern steht „Bis ihr es checkt, ist es zu spät“ und „Der Erde zum Wohle, stoppt die Kohle“. Die Demonstration steht unter dem Motto „Fridays for Future“ (auf Deutsch: Freitage für die Zukunft) und geht auf die schwedische Schülerin Greta Thunberg zurück.

Die 16-jährige Klimaaktivistin, die zahlreiche Nachahmer in aller Welt fand, streikt seit etwa einem halben Jahr jeden Freitag vor dem Parlament in Stockholm anstatt zur Schule zu gehen. Denn die junge Schwedin fragt sich, warum sie sich für eine Zukunft weiterbilden soll, die es bald nicht mehr gibt, wenn niemand etwas unternimmt, um diese Zukunft zu retten?

In Zukunft soll es größer werden

Yolanda Beilharz’ Ansichten sind nicht ganz so radikal: „Ich weiß, dass wir nicht jeden Freitag die Schule verpassen können“, sagt die 16-Jährige, die die Waldorfschule in Faurndau besucht und den Streik gemeinsam mit zwei Mitschülerinnen organisiert hat. Trotzdem wollen die Göppinger Schüler auch weiterhin ein Zeichen setzen. „Wir haben überlegt, ob wir das einmal im Monat größer aufziehen“, sagt Beilharz. Die Schülerin könnte sich dabei eine Art Demozug und Redebeitrage vorstellen. „Und wöchentlich könnten dann zumindest ein paar Schüler streiken, um Präsenz zu zeigen“, fügt sie hinzu.

Der Streik an diesem Freitag war der erste seiner Art in Göppingen. Die Schüler der Faurndauer Waldorfschule hatten sich relativ spontan über eine Whatsapp-Gruppe organisiert, Schilder gemalt und sich für 10 Uhr verabredet. Dass sich Schüler des Freihof-Gymnasiums ebenfalls am Streik beteiligten und dass die komplette Gruppe so groß war, hat Beilharz überwältigt. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt sie.

Die Polizei war vor Ort

Den Platz vor dem Rathaus haben die Schüler bewusst ausgesucht. „Auch in anderen Städten wird immer vor Regierungsgebäuden gestreikt“, sagt Beilharz. In Göppingen sei das eben das Rathaus. Auch Polizeibeamte waren bei der Demonstration vor Ort. Polizeiliche Maßnahmen seien laut Polizeisprecher Joachim Schulz aber nicht ergriffen worden. Die Versammlung hat sich gegen 12 Uhr aufgelöst.

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