Nach der Gewalt in Schorndorf will die Stadt ihr Sicherheitskonzept noch einmal anpassen. (Archivfoto) Foto: dpa

Nach dem Gewaltausbruch bei der Schorndorfer Woche hat der Oberbürgermeister Matthias Klopfer Selbstkritik geübt. Stadt und Polizei hätten früher eingreifen müssen, so Klopfer.

Schorndorf - Nach dem Gewaltausbruch auf dem Schorndorfer Volksfest hat Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) Selbstkritik geübt und Konsequenzen angekündigt. Stadt und Polizei hätten am Samstag frühzeitiger und intensiver die Situation im Schlosspark beobachten und eingreifen müssen. „Ich sage zu, dass wir dies künftig besser lösen und in Abstimmung mit der Polizei den Schlosspark gegebenenfalls früher räumen“, teilte er in einem offenen Brief mit, der unter anderem auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht ist. Die Stadt werde auch ihr Sicherheitskonzept noch einmal anpassen.

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53 Straftaten zur Anzeige gebracht

In der Nacht zum Sonntag stand nach jüngsten Angaben der Polizei eine Gruppe von etwa 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Beamten feindselig gegenüber. Insgesamt seien während des Volksfestes 53 Straftaten zur Anzeige gebracht worden. Es habe neun Anzeigen wegen Sexualdelikten gegeben, bei drei Fällen habe sich der Anfangsverdacht jedoch nicht erhärtet. Es gibt Ermittlungen in vier Fällen gegen Unbekannt sowie in zwei Fällen gegen bekannte Tatverdächtige wegen sexueller Belästigung. Drei Afghanen sollen eine 17-Jährige begrapscht haben. Ein Iraker soll eine 25-Jährige belästigt haben.

Der Landtag will an diesem Donnerstag in Stuttgart auf Antrag der Alternative für Deutschland (AfD) über die Vorgänge diskutieren. Die Polizei hat für den Nachmittag (14 Uhr) eine Pressekonferenz in Schorndorf zu dem aktuellen Stand der Ermittlungen angekündigt.

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