Am Biberbrunnen herrschte am Aschermittwoch Trauer. Foto: Bernd Zeyer

Die närrischen Tage sind vorbei: Am Aschermittwoch haben die Narren am Feuerbacher Biberbrunnen ihre Geldbeutel gewaschen und anschließend den Rathausschlüssel und die Stadtkasse zurückgegeben.

Feuerbach - Groß war das Klagegeschrei am Mittwochvormittag am Biberbrunnen. Dort hatten sich große und kleine Narren zusammengefunden, um mit Trauermarsch, Litanei und Geldbeutelwäsche Abschied von der diesjährigen Fasnet zu nehmen. „Hättsch dei Maul mit Wasser griebe, wär dir’s Geld im Beutel bliebe“, sagte Moritz Paysan, der Zunftmeister der Narrenzunft Feuerbach, bevor er die zahlreichen Geldbörsen von ihren Sünde reinwusch – schließlich habe deren Inhalt dazu gedient, während der närrischen Tage ein liederliches Leben zu finanzieren. Passend zur Katerstimmung wurden Heringsschnittchen gereicht.

Der Schlüssel fürs Rathaus wird zurückgegeben

Auch Petrus schien zu trauern, brach über die Narrengemeinde, zu denen auch wieder Mädchen und Buben aus der Eltern-Kund-Gruppe „Die Kleinen Strolche“ zählten, doch ein kurzer Schneesturm herein. Nachdem die Gruppe einige Male um den Brunnen gezogen war, machte sie sich auf den Weg ins warme Bezirksrathaus, um der stellvertretende Bezirksvorsteherin Susanne Ramp den Schlüssel fürs Rathaus und die Stadtkasse zurückzugeben.

„Ein Sträussle von mir für eine Brezel von dir“, reimten die Mädchen und Buben und drückten Ramp kleine Pflanzengestecke in die Hand. Als kleines Dankeschön bekam jedes Kind eine leckere Butterbrezel. Zwar fanden sich in der Stadtkasse keine Gold- und Silbermünzen, dafür war sie randvoll gefüllt mit frischen roten Äpfeln. „Ihr dürft nächstes Jahr wiederkommen, gab Ramp den Narren mit auf den Nachhauseweg.

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