Miesmuscheln zu essen kann böse enden, wenn diese wie in Göppingen zu warm gelagert wurden. Foto: dapd

Gute Bedingungen für Keime, schlechte für Gäste haben Lebensmittelkontrolleure in einer Gaststätte in Göppingen vorgefunden. Sie wurde bis auf weiteres geschlossen.

Göppingen - Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat eine Gaststätte in Göppingen geschlossen. Bei einer Überprüfung haben die Kontrolleure beanstandet, dass rohes Putenfleisch, Fischspeisen und Muscheln bei viel zu hohen Temperaturen gelagert wurden. Außerdem wurden Speisen mit Enten- und Rindfleisch bei 30 Grad Celsius heißgehalten. Bei diesen Temperaturen vermehren sich Keime rasch. Gefordert sind mindestens 65 Grad. Die Speisen befanden sich zudem zum Teil unabgedeckt auf Laufbändern, so dass Verunreinigungen möglich waren. Die Behörde hat die Lebensmittel deshalb umgehend entsorgt.

Bei der Überprüfung handelte es sich um eine Nachkontrolle. Bereits Ende Januar waren Hygienemängel festgestellt worden. Damals wurde der Inhaber aufgefordert, besondere Eigenkontrollsysteme einzurichten. Dem kam er nicht nach. Die Behörde teilt mit, dass die Schließung auch nach Beseitigung der Mängel nicht aufgehoben werde. Der Inhaber, der bei der Nachkontrolle nicht anwesend war, sei schon einmal in einem anderen Landkreis aufgefallen und gelte als unzuverlässig.

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