Für die Pflege der Füße reicht ein Griff ins Küchenregal. Mit Meersalz, Sahne und Olivenöl kann die Füße leicht zuhause pflegen. Foto: Fotolia/vladimirfloyd

Podologin Shalini Lang erklärt, worauf man bei der Fußpflege achten sollte, damit man die Füße unbeschwert zeigen kann.

Pflege

Für ein Fußbad sollte das Wasser nicht zu heiß sein, 36 bis 38 Grad Celsius sind ausreichend, sagt Podologin Shalini Lang vom Landesverband der Podologen Baden-Württemberg. In das Wasser kann man je nach Hautbeschaffenheit etwas Salz oder eine Mischung aus Sahne und Öl geben. Das Salz wirkt desinfizierend, die Sahne-Öl-Mischung macht die Haut schön geschmeidig. Ein Peeling aus drei Esslöffeln grobkörnigem Salz und etwas Olivenöl entfernt abgestorbene Hautschüppchen. Wer will, kann danach noch eine Fußmaske auftragen: Dazu einfach eine reife Avocado zerkleinern und für zehn Minuten auf die Haut auftragen. Danach abspülen und die Füße trocken tupfen, sagt die Podologin. So bleibt die Feuchtigkeit auf der Haut erhalten.

Nach dem Fußbad kann man vorsichtig die Hornhaut entfernen. „Bei nasser Haut am besten mit einem Bimsstein. Eine Feile empfehle ich auf trockener Haut“, sagt Lang. Von Hornhauthobeln rät sie ab. Auch beim Schneiden der Nägel sollte man vorsichtig sein. Die Nägel sollten nicht zu rund geschnitten werden, sondern eher spatenförmig. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Nägel einwachsen und sich entzünden. „Die Schere sollte eine gute Klinge haben. Stumpfe Scheren machen die Nägel brüchig.“ Denn die Nagelplatte besteht aus drei Schichten und wird auch durch Metallfeilen zu sehr aufgeraut. Eine Feile aus Glas ­dagegen verschließt die Kanten.

Zur Pflege der Haut kann man auf ­verschiedene Produkte zurückgreifen: Ein Schaum spendet Feuchtigkeit und zieht schnell ein. Das ist besonders praktisch, wenn man barfuß laufen will, weil nicht die Gefahr besteht auszurutschen, sagt die Podologin. Salben oder Cremes mit Harnstoff trägt man dagegen am besten am Abend auf. Dann können die Inhaltsstoffe besser einziehen. Die Nägel kann man mit einem Nagelöl pflegen. Nagellackentferner sollte acetonfrei sein, denn Aceton entzieht dem Nagel Feuchtigkeit. Ein Unterlack schützt vor Verfärbungen durch vor allem rote Lacke. Wenn die Füße nach einem langen Tag geschwollen sind, kann man ihnen mit einem kühlenden Fußbad etwas Gutes tun. Die Wassertemperatur sollte zwischen 20 und 25 Grad liegen. Dabei sind zehn Minuten ­genug. Auch das Abbrausen der Füße und Beine mit kühlem Wasser tut gut.

Schuhe und Socken

Beim Schuhkauf sollte man darauf achten, aus welchem Material die Schuhe sind. „In Synthetik kann die Haut schlecht atmen und schwitzt mehr“, sagt Lang. Wer die Schuhe barfuß tragen will, sollte hineinfassen, um versteckte Nähte und Kanten zu entdecken. Denn gerade an solchen Stellen kommt es zu Reibungen. Generell kauft man Schuhe am Nachmittag oder Abend, denn dann sind die Füße dicker. Breite Klettverschlüsse oder Gummibänder an Sandalen lassen dem Fuß genug Platz, geben aber trotzdem Stabilität. Auch die Socken sollten eine gute Passform haben. „Der Bund muss breit sein, damit nichts einschneiden kann“, sagt die Podologin. In Baumwollsocken kann die Haut gut atmen.

Einlegesohlen mit Kohle oder aus Frottee nehmen die Feuchtigkeit auf – vor allem, wenn man die Schuhe barfuß trägt. Dabei ist es aber wichtig, sie regelmäßig zu wechseln, sagt Lang. Mit speziellen Sprays kann man die Schuhe desinfizieren. Es verhindert, dass Gerüche entstehen.

Wenn man sich doch mal eine Blase gelaufen hat, sollte man diese nicht aufstechen. Denn dann können Keime und Bakterien eindringen, und die Haut entzündet sich. Besser ist es die Blase mit einem speziellen Pflaster abzudecken. „Die Pflaster gibt es in verschiedenen Größen und Formen“, sagt Lang. Wichtig ist, dass das Pflaster keine Falten wirft, wenn man es auf den Fuß klebt.

Fußgymnastik

Barfuß laufen sensibilisiert den Fuß und stärkt die Muskulatur, sagt Podologin Lang. Wer will, kann über verschiedene Unterlagen wie Teppich, Fliesen, Holz, Rasen oder kleine Steinchen laufen. Zusätzlich stärkt spezielle Gymnastik die Füße: Man nimmt auf einem Stuhl Platz und setzt im Wechsel Hacke und Spitze der Füße auf. Rechte Hacke und linke Spitze gleichzeitig, dann die linke Hacke und die rechte Spitze. Diese Übung kann man dann 20-mal wiederholen. Um die Füße zu dehnen, setzt man sich auf den Boden und steckt die Beine hüftbreit aus. Die Füße strecken, bis der Fußspann sich lang anfühlt. Dabei aber die Zehen nicht einziehen, aber auch nicht überstrecken. Dann wieder locker lassen und 15-mal wiederholen. Die Muskeln lassen sich stärken, indem man die Kante eines Handtuchs unter die rechte große Zehe legt. Das Fußlängsgewölbe zieht man nun hoch. Dadurch wird das Handtuch in Richtung Grundgelenk gezogen. Diese Raupenbewegung wird zehnmal wiederholt und der Fuß gewechselt.

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