Der Fellbacher Kapitän Thomas Doser reckt sich in Winnenden vergebens. Foto: Heiko Potthoff

Der SV Fellbach verliert beim Landesliga-Tabellenführer SV Breuningsweiler mit 0:2. In den zwei noch ausstehenden Spielen vor Weihnachten braucht es gegen Neulinge aber Punkte.

Winnenden - Als ein etwas anderer Aufsteiger wird der SV Breuningsweiler gerne beschrieben. Das liegt an den hochkarätigen Neuverpflichtungen vor der Runde, an der Klasse des Kaders insgesamt. Der SV Breuningsweiler liegt deshalb mit deutlichem Vorsprung an der Spitze des Landesliga-Tableaus. Die Fußballer des SV Fellbach waren demnach eher Außenseiter am Samstagnachmittag in Winnenden, wohin die Partie wegen der Platzverhältnisse in Breuningsweiler verlegt worden war. Und sie gingen denn auch als Verlierer aus dem Stadion in Winnenden. Nach der 0:2-Niederlage und Toren von Tim Wissmann und Giovanni Costa geht der Blick der Fellbacher um den Trainer Marco Fischer erst einmal wieder in untere Tabellenregionen.

Je ein frühes Tor zu Beginn beider Hälften

Auch das Comeback von Timo Marx, davor aufgrund von Leistenbeschwerden länger ausgefallen, half den Gästen nicht weiter. Wenngleich der 27-Jährige seine Sache im defensiven Mittelfeld sehr ordentlich machte, wie auch Marco Fischer anmerkte. Doch gegen die mit Abstand torgefährlichste Offensive der Liga kann manchmal selbst eine solide Defensivleistung nicht genügen. Die Kaltschnäuzigkeit der Gastgeber machte den Fellbacher Hoffnungen auf etwas Zählbares einen Strich durch die Rechnung. Die beiden frühen Tore zu Beginn der ersten und der zweiten Hälfte spielten den Gastgebern naturgemäß in die Karten. Insbesondere der zweite Gegentreffer nach einer Standardsituation und noch keinen drei gespielten Minuten in der zweiten Hälfte ärgerte Marco Fischer: „Das war quasi der Genickbruch für uns, danach war das Spiel eigentlich entschieden.“

Die dahinplätschernde Partie nahm der Fellbacher Trainer im Anschluss zum Anlass, die jungen Angreifer Samuel Wehaus, 18, und Burak Sönmez, 19, aufs Spielfeld zu schicken. Letzterer feierte dabei sein Debüt in der Landesliga. Doch auch mit den frischen Kräften in der Offensive konnte sich der SV Fellbach keine klaren Chancen mehr erspielen. „Der Sieg für den SV Breuningsweiler geht absolut in Ordnung“, resümierte der Trainer Marco Fischer.

Auf die Fellbacher warten zwei weitere Aufsteiger

Trotz der dritten Niederlage in Serie gibt sich der Fellbacher Vordenker vor der anstehenden Schlüsselbegegnung am kommenden Samstag daheim gegen den TSV Pfedelbach zuversichtlich. Optimistisch für die nächsten Tage und Monate stimmt ihn neben der Rückkehr von Timo Marx die Tatsache, dass die Landesliga eng beisammen ist. So stehen die Fußballer um den Kapitän Thomas Doser kurz vor Abschluss der Hinrunde zwar auf dem zwölften Platz unter den 16 Teams. Dieser würde wie in der vergangenen Saison zu einem Relegationsspiel führen. Noch allerdings ist Zeit, die Situation zu korrigieren. 16 Begegnungen stehen bis zum Saisonende noch aus. Angefangen mit dem Heimspiel am nächsten Samstag gegen den TSV Pfedelbach. Der Gegner ist auch ein Aufsteiger, jedoch ein etwas anderer als der etwas andere Aufsteiger SV Breuningsweiler. Am 1. Dezember spielt der SV Fellbach gegen den SV Kornwestheim, einen weiteren Aufsteiger. „In den zwei Spielen vor der Winterpause werden wir noch mal Vollgas geben“, sagte Marco Fischer. SV Fellbach: Gutsche – Doser, Plaste, Marx (62. Wehaus), Hörterich, Jaric, Mutic (62. Röseke), Jelic, Miller, Catizone (62. Sönmez), Dogan.

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