Carolin Möhle fehlt den Spvgg-Frauen länger. Foto: Patricia Sigerist

Die abstiegsbedrohten Frauen der Spvgg Rommelshausen starten am Sonntag mit dem Coach Matthias Hamann und mit Personalsorgen in die Rückrunde der Verbandsliga.

Rommelshausen - Matthias Hamann ist in der Fußballwelt ein durchaus bekannter Mann. Der neue Frauentrainer der Spvgg Rommelshausen (Verbandsliga) heißt auch so. Er hat mit dem aus Waldsassen stammenden Bruder des Ex-Nationalspielers Dietmar Hamann, der einst 58 Erstliga- und 156 Zweitliga-Begegnungen für Vereine wie Fortuna Köln, den 1. FC Kaiserslautern und 1860 München bestritt, allerdings nur den Namen gemeinsam. „Ich bin schon hin und wieder auf ihn angesprochen worden, aber ich habe mit ihm nichts zu tun“, sagt Matthias Hamann aus Asperg.

Der 48-Jährige leitet die SpVgg-Fußballerinnen seit Anfang Februar an, er hat Ulrich Busch beim Tabellenletzten der Verbandsliga abgelöst. Matthias Hamann bringt Erfahrung als Frauentrainer beim TSV Langenbeutingen, beim SSV Zuffenhausen, dem SB Asperg und zuletzt dem FV Löchgau II mit. Am Sonntag (13 Uhr) gibt er beim Heimspiel gegen den SV Musbach seinen Einstand. „Es ist eine reizvolle Aufgabe, das Team aus dem Abstiegskampf zurück auf einen erfolgreichen Weg zu führen“, sagt er.

Er hat das Spielsystem umgestellt und mit den Spvgg-Frauen besonders an Taktik und Kondition gearbeitet. „Es trägt langsam Früchte, sie kommen rein. Die Mädels haben Spaß und haben sich stabilisiert, da waren einige Defizite da“, sagt Matthias Hamann, der bei seiner Verpflichtung auch gleich für die nächste Saison zugesagt hat.

Mit nur einem Sieg und zwei Unentschieden aus den ersten elf Partien weisen die Frauen aus Rommelshausen, bei denen die lange verletzte Stammkraft Annika Staiger jetzt wieder zur Verfügung steht, einen Rückstand von sechs Punkten auf die Nichtabstiegsplätze auf. „Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung. Alle haben voll mitgezogen. Sie haben den Abstiegskampf angenommen und wollen wieder nach oben“, sagt Matthias Hamann.

Er muss bei dem Vorhaben in Carolin Möhle auf eine wichtige Stütze verzichten, die aufgrund von Hüftbeschwerden wohl für die gesamte Rückrunde ausfallen wird. „Sie unterstützt mich aber, soweit es beruflich bei ihr geht – sie will trotzdem bei der Mannschaft dabei sein“, sagt der neue Trainer. Die Torhüterin Jana Klee (Bandscheibenvorfall) fehlt weiterhin, womit voraussichtlich die Feldspielerin Jana Gogel am Sonntag gegen den Tabellensechsten aus Musbach zwischen den Pfosten stehen wird. „Das kriegen wir hin, sie hat das ja auch in der Hinrunde schon gemacht“, sagt Matthias Hamann, der fest an den Verbleib in der Verbandsliga glaubt: „Ich bin zu 100 Prozent zuversichtlich. Die Mädels haben gut mittrainiert und sind alle heiß, da unten rauszukommen.“

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