Sergio Mavinga (rechts) traf im Köngener Stadion bereits nach 13 Minuten zum 1:0 für den SC. Stammheim . Foto: Günter E. Bergmann

Trotz Unterzahl gewinnen die Stammheimer beim TSV Köngen mit 2:0 und rücken auf Rang elf vor.

Köngen/Stammheim - Als die Landesligafußballer des SC Stammheim vor Wochenfrist nach der 0:4-Pleite gegen den TSV Weilheim vom Platz liefen, waren sie niedergeschlagen. Auch am Sonntag schleppten sich die Kicker eher Richtung Kabine als dass sie liefen – allerdings aus anderen Gründen. Denn sie waren nach der Partie beim TSV Köngen einfach nur am Ende ihrer Kräfte, weil sich das Team von Trainer Thomas Oesterwinter unter erschwerten Bedingungen einen 2:0-Sieg hatte erkämpfen müssen. Der SC spielte eine Halbzeit lang mit einem Mann Unterzahl und hatte in den letzten zehn Minuten der Partie sogar nur noch neun Mann auf dem Platz. Doch das Stammheimer Bollwerk hielt stand – was aber auch zu einem nicht unerheblichen Maß an den Gastgebern lag. „Wir haben die Führung mit Glück, Geschick und mit dem Segen Gottes über die Zeit bekommen“, urteilte ein sichtlich erleichterter Stammheimer Trainer, dessen Mannschaft durch diesen Erfolg und wegen einiger Spielausfälle die Vorrunde auf einem Nichtabstiegsplatz beendet.

Dass die Begegnung einen aus Stammheimer Sicht glücklichen Verlauf nahm, lag an einer vom SC eher ungewohnten Effektivität. In einer Begegnung, in der beiden Kontrahenten eine gewisse Nervosität und Unsicherheit anzumerken war, hatten die Nord-Stuttgarter zwei schöne Angriffe erfolgreich abgeschlossen. In der 13. Minute eroberte Tobias Oesterwinter den Ball an der Torauslinie und legte ihn auf Umut Yürük zurück. Der traute sich aber nicht zu schießen und leitete das Spielgerät zu Sergio Mavinga weiter. Dessen Schuss saß – die frühe Führung für die Gäste, die ihrem Spiel aber keine Sicherheit brachte. Die Köngener verstärkten daraufhin den Druck, ohne jedoch für Torgefahr zu sorgen. Es sollte bis zur 36. Minute dauern, bis die Nord-Stuttgarter zum nächsten konstruktiven Angriff kamen. Doch auch der wurde erfolgreich beendet. Nach einer Flanke von dem diesmal im Mittelfeld aufgebotenen Marco Bardaro legte Tobias Oesterwinter für Patrick Griebel auf, der zum 2:0 vollendete.

Dann begann das, was sich zu besagter Abwehrschlacht entwickeln sollte. Denn erst verlor der Gast seinen Innenverteidiger Jens Peringer wegen einer Verletzung, dann seinen Stürmer Umut Yürük, der sich in der 45. Minute einen Platzverweis einhandelte. Wobei an dieser Stelle deutlich gesagt werden muss, dass der mehr als kleinlich entscheidende Unparteiische Fabio Gentile seinen Teil dazu beitrug, eine wahrlich nicht hochklassige Partie noch zerfahrener werden zu lassen. Bis dahin hatten sich die Platzherren aber schon zwei hochkarätige Chancen erarbeitet: In der 39. Minute klatschte SC-Schlussmann Milan Jurkovic den Schuss von Sven Römer nur ab, aber Michael Schunger bereinigte die Situation. Und in der 42. Minute landete ein Eckball von Patrick Warth bei Arnit Kryeziu, der aus kurzer Distanz den Stammheimer Keeper anschoss. Die dickste Möglichkeit zum Abschlusstreffer bot sich in der 60. Minute. Schon nach dem Seitenwechsel hatten die Köngener ihre Offensivbemühungen verstärkt, dabei aber wenig Zielstrebigkeit gezeigt. Doch dieser Angriff hätte der Anschluss sein müssen. Nach einem Pass in die Tiefe kam Römer frei vor Jurkovic zum Schuss, traf aber nur den Pfosten. Warths Nachschuss wurde geblockt, ehe sich der SC-Torwart das Spielgerät sichern konnte. Fünf Minuten später jubelten die Gastgeber – Raphael Horeth hatte es irgendwie geschafft, den Ball per Kopf nach einer unzureichend geklärten Ecke ins Tor zu drücken. Doch der Schiedsrichter verweigerte dem Treffer die Anerkennung, weil er zuvor ein Foulspiel gesehen zu haben glaubte.

Die Nord-Stuttgarter kamen jedenfalls kaum noch zu Entlastungsangriffen, sondern verteidigten ihren Vorsprung gegen die immer verzweifelter anrennenden Köngener mit allen Mitteln. Das gelang selbst dann, als sich zehn Minuten vor Schluss in Schauki Djelassi der nächste SC-Akteur einen Platzverweis abgeholt hatte.

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