Der TSV Münchingen hat das Siegen noch nicht verlernt: Das Team fertigte den FSV 08 Bietigheim-Bissingen II mit 5:1 ab. Foto: Andreas Gorr

In der Fußball-Bezirksliga feiern der TSV Merklingen, der TSV Münchingen und der SV Leonberg/Eltingen Siege, die zum Teil sehr deutlich ausfallen. Münchingen rückt damit den Nichtabstiegsplätzen näher.

Der TSV Münchingen, der am vergangenen Wochenende durch einen Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit in Überzahl gegen den VfB Neckarrems zwei Punkte hatte liegen lassen, feierte im zweiten Spiel des Jahres einen deutlichen 5:1-Erfolg gegen die FSV 08 Bietigheim-Bissingen II. „Nach der vergangenen Woche war die Partie nicht ganz einfach“, sagte Trainer Ahmet Yenisen mit Blick auf sein Aus beim TSV nach acht Spielzeiten zum Saisonende. „Aber diesmal haben wir unsere Chancen einfach besser genutzt“, ergänzte er.

 

Bereits in der 8. Minute traf der aufgerückte Tim Schlichting zum 1:0, als er nach einem Freistoß aus dem Halbfeld vor FSV-Keeper Adrian Pavic per Kopf am Ball war. Yannick Kansy nutzte elf Minuten später einen Abwehrfehler nach einem Pass in die Tiefe zum 2:0. Aus einem weiteren Defensiv-Patzer des FSV schlug Lukas Tschentscher kurz vor der Pause mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze zum 3:0 Kapital. „Ein Stück weit hat uns das junge Bietigheimer Team mit seinen Fehlern zu Toren eingeladen“, räumte Yenisen unumwunden ein. Sein Team habe den Gegner aber auch taktisch überrascht, da es anders als gegen Neckarrems nicht mit einem, sondern mit drei Stürmern agiert habe.

Das frühe Pressing nutzte Tschentscher in der 60. Minute zu seinem zweiten Treffer, als er einen Diagonalball der Gäste am eigenen Strafraum antizipierte und keine Mühe hatte, zum 4:0 zu treffen. Den Ehrentreffer der Bissinger durch Fabian Streicher (73.) beantwortete Etienne Stadler fünf Minuten vor Schluss mit dem 5:1. „Da hat er sich mit seiner Kopfballstärke endlich offensiv belohnt“, freute sich Yenisen. Mit elf Zählern liegt der TSV nur einen Punkt hinter dem ersten Nichtabstiegsrang, jedoch hat der TSV Schwieberdingen eine Partie weniger.

SV Leonberg/Eltingen souverän

Revanche genommen hat der SV Leonberg/Eltingen mit einem 4:0 bei Aufsteiger TASV Hessigheim, gegen den die Gelb-Schwarzen im Hinspiel nur zu einem 2:2 gekommen waren. „Wir wollten auf keinen Fall nach 20 Minuten wieder 0:2 hinten liegen“, verriet SV-Coach Benjamin Schäffer. In einer aggressiven Partie mit teilweise hitziger Stimmung gelang es den Gästen, TASV weit gehend von der gefährlichen Zone fernzuhalten. Ein Doppelschlag brachte den SV auf die Siegerstraße: In der 32. Minute verlängerte Joshua Trefz einen Freistoß per Kopf zum 1:0. Drei Minuten später traf Emre Öztürk mit einem Freistoß aus 28 Metern in den rechten Winkel zum 2:0. Ennio Ohmes verpasste das mögliche 3:0, als er sechs Meter vor dem Tor uneigennützig abspielte.

Auch in der zweiten Hälfte erwies sich der SV Leonberg/Eltingen als zweikampfstark, ließ defensiv wenig zu und hatte bei Umschaltsituationen seine Möglichkeiten. In der Schlussphase bewies Coach Schäffer ein goldenes Händchen: In der 75. Minute traf der eingewechselte Marco Gritsch, den der Coach am Tag zuvor wegen der dünnen Personaldecke reaktiviert hatte, zum 3:0. Finley Strahl sorgte drei Minuten nach seiner Einwechslung mit dem 4:0 für den Endstand.

TSV Merklingen siegt kurz vor Schluss

Einen späten Sieg feierte der TSV Merklingen mit dem 2:1 beim TSV Nussdorf. Nach 50 Minuten gerieten die Merklinger nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung in Rückstand, Marko Kühn nutzte den freien Raum zum 0:1. Nachdem Salih Karaman und Thomas Babel zwei Kopfballchancen zum Ausgleich nicht nutzen konnten, dauerte es bis zur 84. Minute: Kai Woischiski traf per Freistoß aus 20 Metern zum 1:1. In der Schlussminute sorgte Dzanan Mehicevic mit seinem zehnten Saisontreffer nach einer Ballstafette für den Dreier der Gäste. „Wir haben in der Vorbereitung die Zügel beim Konditionstraining ein bisschen angezogen. Das hat sich heute schon ausgezahlt“, zeigte sich Trainer Gianluca Crepaldi zufrieden.