Der TSV Musberg behauptet sich gegen den SV Vaihingen mit 1:0 und kompensiert dabei das Fehlen von drei Leistungsträgern plus Trainer.
Drei Leistungsträger nicht dabei, dazu die eine Hälfte des Trainergespanns im Urlaub – es hat wahrlich schon bessere Vorzeichen gegeben. Umso größer die Freude beim Fußball-Bezirksligisten TSV Musberg über das Ergebnis im vorverlegten Punktspiel am Donnerstagabend: Dennoch feierte der Tabellensiebte gegen den SV Vaihingen einen 1:0-Derbysieg, mit dem sich auch die letzten Bedenken um den Klassenverbleib erledigt haben dürften. Im Rennen um die Qualifikation für die künftige Staffel Stuttgart/Böblingen ist das Musberger Polster auf zwölf Zähler angewachsen.
Zum Matchwinner wurde Gideon Weller. Der Youngster fasste sich nach 35 Spielminuten ein Herz – sein Distanzschuss rauschte abgefälscht ins Tor. Mit dieser Aktion passte er ins Bild. „Die Jungen machen es als Ersatz gerade richtig gut“, sagt Michael Hilbert, Abteilungsleiter beim Filderclub. Ein weiterer von ihnen, der Winterzugang Koray Yüksek, scheiterte an der Querlatte. In der Summe kompensierten die Gastgeber somit das Fehlen der eigentlichen Stützen Wolfgang Simon (zwei Wochen Rotsperre), Dennis Zschorsch (Rippenprellung) und Nick Uhlmann (Knieprobleme). Als Coach fungierte in Abwesenheit von Denis Kühnle dessen Partner Dominik Mayer allein.
Den Vaihinger Gästen gehörte lediglich die erste halbe Stunde. „Dann haben wir uns in das Spiel reingebissen“, lobt Hilbert. Schon das Hinspiel hatten die Seinen mit 2:1 gewonnen. Aktuell ist es für sie nach dem 3:0 der vergangenen Woche in Sillenbuch der zweite Erfolg in Serie.
Beim Gegner gehörte der Torjäger Ali Hasöz erstmals wieder zum Aufgebot, nachdem er in Folge eines Handgelenkbruchs und ausbildungsbedingt die Rückrunden-Vorbereitung verpasst hatte. Zum Einsatz kam der 23-Jährige allerdings noch nicht.