„Wir waren insgesamt zu ängstlich, und uns hat der Glaube gefehlt“, sagte Verim Kica. Foto: Patricia Sigerist

Der SV Fellbach II verliert erneut und spielt künftig in der Kreisliga A.

Fellbach - Es hatte sich lange abgezeichnet, was schließlich am Sonntagnachmittag Realität wurde. Weil der TSV Sulzbach-Laufen auf dem Relegationsrang den VfR Murrhardt mit 2:0 besiegte, haben nun diese beiden Mannschaften neun Zähler Vorsprung auf den SV Fellbach II. Den Rückstand kann der Vorletzte zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr aufholen. Die Fellbacher Zweitvertretung steigt daher aus der Bezirksliga ab und wird in der kommenden Saison in der Kreisliga A antreten. Als „bitter“ bezeichnete dies Verim Kica, der das Ensemble seit März anleitet, das Amt aber voraussichtlich zur neuen Runde abgeben wird.

Am Samstagabend hatte das Team um den wohl ausscheidenden Übungsleiter dem SV Unterweissach beim 1:2 (0:1) die drei Punkte überlassen müssen. Die Partie konnte dabei ganz gut als Spiegelbild für den gesamten Saisonverlauf herhalten. Viel hat auch in dieser Begegnung nicht gefehlt; am Ende hat es aber wieder nicht für etwas Zählbares gereicht. Tim Kalten­thaler traf in der 90. Minute für die Gäste zum Sieg. Zuvor hatte für den SVF Patrick Bauer in der 80. Spielminute noch sehenswert die Führung der Gäste aus der ersten Hälfte (Torschütze in der 22. Minute: Sven Erik Wahl) ausgeglichen. Der A-Jugendliche umkurvte den Torwart Lasse Langemack und schob den Ball mit links ins verwaiste Tor.

Doch da ein Punkt zu wenig gewesen wäre, um hinterher noch an den Ligaver­bleib denken zu können, spielten die Gastgeber um den Kapitän Timo Rösch auf heimischem Kunstrasenplatz weiter nach vorne – und mussten prompt noch den Gegentreffer zum 1:2 hinnehmen.

„Wir waren insgesamt zu ängstlich, und uns hat der Glaube gefehlt“, sagte Verim Kica, der festhielt: „Die Niederlage war deshalb auch verdient.“ Nach dem Spiel am Samstagabend sei allen Beteiligten beim SVF II die Konsequenz klar gewesen: Abstieg in die Kreisliga A. Die gerade einmal sechs Saisonsiege in 26 Partien waren schlussendlich einfach zu wenig für das Team, das die Hinrunde – damals noch unter der Leitung von Markus Weiß und Jens Weinle – bereits mit nur einem Punkt aus sieben Spielen begonnen hatte. In diesem Mai hat der SV Fellbach II nun seine letzten Chancen verspielt und auch nur einen Sieg in vier Begegnungen erzielt  – zu wenig für den Klassenverbleib. SV Fellbach II: Kögel – Greß, Krasniqi, Rösch (83. Scheu), Lucas Weinle (69. Schmitt), Schmidt, Kourou, Likaj, Bauer, Roeck, Nakamura.

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