Bei unserem Schulfußball-Turnier sind Stimmung, Hände und Trophäen oben. Foto: Eva Herschman

396 Treffer in 47 Partien sorgen bei unserem Schulfußball-Turnier „Pokal total“ für jede Menge Spannung und Begeisterung auf den vier Kunstrasenplätzen und bei den Zuschauern an der Bande im Soccer-Olymp in Schmiden.

Schmiden - Das Schönste vorneweg: In den vier Wettbewerben haben vier unterschiedliche Schulen gewonnen. So konnte sich bei „Pokal total“, dem großen Schulfußball-Turnier der Fellbacher Zeitung im Soccer-Olymp, ja fast jeder als Sieger fühlen. Nach 47 spannenden Partien – inklusive der Endspiele –, nach 396 Toren und Jubelszenen in Serie endete die 16. Auflage mit einem gemeinsamen Siegerfoto.

Ganz vorne bei den Jungs in der Mittelstufe landete die Fellbacher Zeppelinschule. In der Unterstufe siegte das Team vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Fellbach (FSG). Bei den Turnieren mit Ball und Bande der Mädchen gewann die Hermann-Hesse-Realschule in der Mittelstufe und das Schmidener Gustav-Stresemann-Gymnasium (GSG) in der Unterstufe. Jedes Siegerteam bekam eine gläserne Trophäe, außerdem gibt es für jeden der Spieler eine Eintrittskarte für eine Heimpartie des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart. Die Zweitplatzierten dürfen eine Sendung „Sport im Dritten“ als Studiogast beim Südwestrundfunk erleben.

Fünfmal hat Patrizia Mollo von der Hermann-Hesse-Realschule an „Pokal total“ teilgenommen. Fünfmal hat sie mit ihren Mitschülerinnen den Turniersieg geholt. Diesmal hat sie sich zudem, gemeinsam mit ihrer Teamgefährtin Laura Altmann und jeweils 22 Treffern den Titel der Torschützenkönigin gesichert. „Für mich ist es das letzte Mal ‚Pokal total’, denn wir feiern in zwei Wochen unsere Abschlussfeier von der Schule.“ Davor konnte sie noch ein letztes Mal den Pokalsieg feiern. Mit insgesamt 62 Toren in 90 Minuten Gesamtspielzeit haben die Hermann-Hesse-Mädchen zudem konkurrenzübergreifend die meisten Treffer im gesamten Turnier erzielt. Am häufigsten ins Netz trafen bei den Jungen zwei Zeppelinschüler. Pasquale Siena erzielte 15 Tore im Unterstufenwettbewerb, Kevin Sessa von den Stuttgarter Kickers landete in der Mittelstufe ganz vorne.

Patrizia Mollo trifft und siegt ohne Unterlass

Ihren Titel als „Pokal-total“-Sieger verteidigen konnten auch die Mittelstufen-Jungs der Zeppelinschule. „Leider sind viele von uns jetzt auch schon mit der Schule fertig, und im nächsten Jahr steht eine neue Mannschaft auf dem Feld“, sagte Talha Bozkurt, der zwar seit zwei Wochen schon nicht mehr zur Schule muss, das Turnier jedoch nicht schwänzen wollte.

Es war ein Gewusel auf und abseits der vier Plätze im Soccer-Olymp. Allein Maral Murat und Aurela Bytyqi aus der Zeppelinschule, der Partnerschule unserer Zeitung bei der Organisation des Schulfußball-Turners, behielten den Überblick. „Alle kommen nach jedem Spiel ganz brav zu uns und melden ihre Ergebnisse“, sagte Aurela Bytyqi, die ebenso wie Maral Murat in die Klasse 9a geht. Beide hatten sich freiwillig als Helferinnen für die Statistik gemeldet.

Ein Gewusel auf und abseits der vier Plätze im Soccer-Olymp

Es gab enge Partien. Das Finale bei den Jungen der Mittelstufe zwischen der Zeppelinschule und dem FSG endete mit 7:5 nach Verlängerung. Ebenfalls in die fünf Minuten dauernde Zusatzzeit mussten die Mädchen im Endspiel der Unterstufe. Hier gewannen schließlich die GSG-Fußballerinnen mit 5:2 gegen das Team der Albert-Schweitzer-Schule aus Schmiden.

Für viele Schiedsrichter – vorwiegend aus der Waiblinger Gruppe – ist „Pokal total“ ein Pflichttermin. „Ich habe extra Urlaub genommen“, sagte Antonio Agazio, der seit fünf Jahren dabei ist und – wenn er nicht die Pfeife im Mund hat – als Assistent der Bäderleitung im Wunnebad in Winnenden arbeitet. Nicht immer ist der Job der Unparteiischen ein ganz leichter. Manches Mal ist der Ehrgeiz der Beteiligten so groß, dass die Emotionen überkochen. Auch Antonio Agazio hat eine turbulente Partie hinter sich. Im Gruppenspiel der Mittelstufe zwischen den beiden Schmidener Schulen, der Hermann-Hesse-Realschule und dem GSG, hat er sechs Gelbe Karten und eine Rote Karte gezeigt und eine Zeitstrafe ausgesprochen.

Im Krankenlager in der Torwandhalle, das von Sanitätern der DLRG betreut wurde, hatten sie derweil großen Bedarf an Pflastern und Eisbeuteln. „Das Wichtigste aber ist meist die psychologische Betreuung und ein paar nette Worte“, sagte Tina Anhalt.

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