Fünf Gründe , warum Haustiere (nicht) im Bett schlafen sollten Gehören Hund und Katze in die Heia von Herrchen und Frauchen?

Von Markus Brauer 

Manche finden schon die Vorstellung abstoßend, andere fühlen sich wohl dabei: Wenn das Haustier im Bett schläft, sorgt das für Diskussionsstoff. Was sind die Voraussetzungen? Und wie bekommt man das Bett-verwöhnte Tier wieder ins Körbchen?

Stuttgart - Knuddeln, streicheln, kuscheln. Hunde und Katzen lieben Liebkosungen und Zärtlichkeitsbeweise. Am besten immer und überall. Doch wenn’s Nacht wird, gehören Haustiere ins Körbchen. Oder doch nicht? Fünf Gründe, warum Hund und Katze (nicht) in ihrem Bett schlafen sollten:

1. Krankheiten

CONTRA: Haustiere übertragen Krankheiten

Zoonose hört sich ekelig an – und ist es auch. Es handelt sich dabei um Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragen werden. Rund 200 derartige Krankheiten sind gegenwärtig bekannt. Wer einen Hund oder eine Katze hat, braucht sich zwar nicht vor Affenpocken, Ebola, Hanta-Virose oder Maul-und Klauenseuche ängstigen. Aber auch geliebten Haustiere (www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.multimedia-reportage-tierheime-und-heimtiere-in-not.b9741f49-e655-42f0-8aa9-5091e83fe61e.html) können bakterielle und virale Krankheiten wie Borreliose übertragen und Parasiten wie Flöhe, Würmer oder Zecken ins Haus schleppen. Freigänger haben durch das Mäusefangen und den Kontakt zu Gras und Sträuchern eine höhere Infektionsgefahr. Wenn das Haustier in der Nähe des Gesichts schläft, können über die Atemwege Keime aufgenommen werden. Außerdem ist es ziemlich unappetitlich, wenn sie einem morgens beim Aufwachen das Gesicht abschlecken.

PRO: Gegen Parasiten gibt es Mittel

Wer in Haustieren nur Krankheitsschleudern sieht, sollte sich besser Tierfilme anschauen, aber nicht mit Tieren unter einem Dach zusammenleben. Verantwortungsbewusste Tierhalter lassen ihren Hund und ihre Katze regelmäßig vierteljährlich entwurmen. Wer Angst vor Zecken und Flöhen hat, träufelt ein Spot-on-Präparat in den Nacken des Tieres und schon hat man Ruhe vor den Plagegeistern. Gesundheitsfanatiker und Hyper-Ängstliche sollten sich kein Tier anschaffen. Am Besten sie verlassen das Haus erst gar nicht, weil draußen es vor Bakterien, Viren, Ungeziefer und Viren nur so wimmelt.

2. Hygiene

CONTRA: Tiere im Bett ist unhygienisch

Hunde lieben Gassi-Gehen, Katzen Freigang. Da sie auf ihren vier Pfoten überall reintappen, riechen und schnüffeln, tragen sie allerlei Unrat ins Haus. „Tiere verlieren relativ viele Haare und bringen den Dreck von Freigängern mit ins Bett“, sagt die Tierärztin Pascale Huber. Deshalb muss man zum Beispiel die Bettwäsche öfters gewechselt werden – schon allein wegen Kot-und Pipi-Resten im Fell. Wenn Haustiere in die Jahre kommen(www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wenn-das-geliebte-haustier-stirbt-kitty-ist-jetzt-im-himmel.fa922f91-c747-4b3f-87a2-05246c57f1c9.html), haben sie oft ihre Blase nicht mehr unter Kontrolle und nässen .

PRO: Putzen muss man immer

Man sollte seine Bequemlichkeit und Faulheit nicht auf die armen Haustiere schieben. Gegen schmutzige Pfoten helfen Duschvorleger vor der Katzenklappe und Handtücher an der Haustür. Die Bettwäsche regelmäßig wechseln sollte man auch, wenn man keinen Hund und keine Katze hat. Dasselbe gilt fürs Saugen und Staubwischen. Wer einen Putzfimmel hat, sollte sich kein Tier anschaffen und die Polstergarnitur im Wohnzimmer mit einer Folie vor Staub schützen.

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