Die Ballonfahrt rund um das Stuttgarter Frühlingsfest. Foto: Lichtgut/Verena Ecker

Bei der Frühlingswettfahrt anlässlich des Stuttgarter Frühlingsfestes sind am Samstag 11 Heißluftballons über den Cannstatter Wasen geflogen.

Stuttgart - Schneebedeckte Landschaften im Winter, sattgrüne Wiesen im Frühling, strahlender Sonnenschein im Sommer, bunte Blätterwälder im Herbst. Auf die Frage nach der perfekten Jahreszeit für das Ballonfahren gibt es für Wolfgang Hirsch nur eine Antwort: jede.

Hirsch ist Vorsitzender der Ballonsportgruppe Stuttgart. Am Samstag haben er und seine Vereinsmitglieder zur Frühlingswettfahrt geladen. „Wir brechen in diesem Jahr mit der Tradition“, sagt der Organisator der Veranstaltung, Helmut Siegler. Die „Tradition“ bestand darin, die Wettfahrten anlässlich des Frühlingsfestes sowie des Volksfestes regelmäßig absagen zu müssen. Die Witterungsbedingungen müssen stimmen, und das tun sie an diesem Samstag. Die Sonne scheint auf den Sattelplatz auf dem Cannstatter Wasen, nur ab und zu verdunkelt eine vorüberziehende Wolke den Himmel. 11 Heißluftballons treten zur sogenannten Fuchswettfahrt an. Ein Ballon fährt voraus, landet und legt ein Zielkreuz aus. Die folgenden Ballonpiloten versuchen daraufhin, einen Marker möglichst nah am Zielkreuz abzuwerfen.

Die Riege der Teilnehmer ist hochkarätig

Die Riege der Teilnehmer ist hochkarätig. Mit dabei ist unter anderem Pascal Witprächtiger, Gasballon-Weltmeister aus der Schweiz und David Strassmann, mehrmaliger Deutscher Heißluftballon-Meister sowie Gewinner der World-Air-Games in Dubai vergangenes Jahr.

Bei der Frühlingswettfahrt soll es aber nur am Rande um den Wettkampf gehen. „Heute geht es um den Spaß“, sagt Hirsch. Derart zentral zu starten, über das Frühlingsfest zu ziehen und weiter über die Stadt, sei eine Besonderheit. Auch er selbst steigt an diesem Tag in den Korb. Gemeinsam mit Albrecht Munz. Mit ihm sind drei Generationen einer Familie vertreten: sein Vater Berthold Munz, der den Verein mitgegründet hat sowie sein Sohn Benedict, der Teil der Junioren-Nationalmannschaft ist. Der Vater ist in seinem hohen Alter amtierender Europameister im Gasballon. Aus einem einfachen Grund: „Der Wettbewerb fand 1974 statt – danach nie wieder“, sagt Berthold Munz und lacht.

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