Mit sechs Toren erfolgreichster Frisch-Auf-Werfer gegen die Löwen: Der kroatische Nationalspieler Kresimir Kozina. Foto: Baumann

Die Handballer von Frisch Auf Göppingen hatten etwas gutzumachen nach ihrem peinlichen Heimauftritt gegen die HSG Wetzlar. Das gelingt ihnen beim Favoriten Rhein-Neckar Löwen nur eine Halbzeit lang – danach ist die Hoffnung auf eine Überraschung schnell vorbei.

Mannheim - Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat die im vergangenen Heimspiel gegen die HSG Wetzlar (22:24) leichtfertig verlorenen Punkte auswärts nicht durch die dringend benötigte Überraschung zurückgeholt: Bei den Rhein-Neckar Löwen setzte es ein 27:33 (17:15). Damit ist die jüngste 15:1-Punkte-Auswärtsserie der Grün-Weißen gerissen und die Aussichten, noch einen Europapokalplatz zu ergattern sind auf ein Minimum gesunken. „Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen, unsere beiden letzten Spiele in Gummersbach und gegen Magdeburg gewinnen und dann schauen, was die Konkurrenz macht“, gab Göppingens Rechtsaußen Marco Rentschler die Hoffnung aufs internationale Geschäft noch nicht ganz auf.

Schmid mit zwölf Toren

Dem Linkshänder gelangen vor 8050 Zuschauern in der SAP-Arena drei Tore. Bester Frisch-Auf-Werfer war Kreisläufer Kresimir Kozina (6) vor Marcel Schiller (5/2), Tim Kneule und Nemanja Zelenovic (je 4). Für die Löwen traf der überragende Spielmacher Andy Schmid zwölf Mal (davon fünf Siebenmeter).

Frisch Auf führt 16:13

Frisch Auf führte kurz vor der Pause mit 16:13 und hielt bis zum 21:21 (38.) mit. Dann verlor die Mannschaft jegliche Disziplin im Angriff, machte so gut wie keinen Druck mehr auf die Deckung und leistete sich viel zu viele technische Fehler. Auch die Abwehr agierte zu passiv. Die Löwen nutzten dies und kamen mit viel Spielfreude und sehenswerten Treffern zum letztendlich deutlichen und verdienten Heimsieg.

Mayerhoffers Erkenntnisse

„Ich habe eine gute erste Halbzeit von uns gesehen, auch mit erfolgreichem Tempohandball. Auf jede Abwehrumstellung der Löwen haben wir gute Antworten gefunden“, sagte Göppingens Trainer Hartmut Mayerhoffer, „In der zweiten Halbzeit haben uns dann die Zeitstrafen wehgetan, vor allem weil uns die Ballsicherheit gefehlt hat und wir dann Treffer ins leere Tor bekommen haben. Wir haben immerhin gute Hinweise bekommen, wo wir für die kommende Saison ansetzen müssen.“ Noch aber stehen in dieser Runde die beiden Partien beim VfL Gummersbach (29. Mai, 18.30 Uhr) und gegen den SC Magdeburg (9. Juni, 15 Uhr/EWS-Arena).

Restprogramm der Europapokal-Aspiranten

MT Melsungen (Platz fünf, 38:26 Punkte, plus 17 Tore)

HC Erlangen – MT (29. Mai, 20.30 Uhr)

MT – TBV Lemgo Lippe (9. Juni, 15 Uhr)

Füchse Berlin (Platz sechs, 36:26 Punkte, plus 34 Tore)

Füchse – Rhein-Neckar Löwen (26. Mai, 13.30 Uhr)

SG Flensburg-Handewitt – Füchse (29. Mai, 18.30 Uhr)

Füchse – HSG Wetzlar (9. Juni, 15 Uhr)

Bergischer HC (Platz sieben, 36:26 Punkte, plus 12 Tore)

Eulen Ludwigshafen – BHC (26. Mai, 16 Uhr)

GWD Minden – BHC (29. Mai, 20.30 Uhr)

BHC – SG Flensburg-Handewitt (9. Juni, 15 Uhr)

Frisch Auf Göppingen (Platz acht, 34:30 Punkte, plus 5 Tore)

VfL Gummersbach – Frisch Auf (29. Mai, 18.30 Uhr).

Frisch Auf – SC Magdeburg (9. Juni, 15 Uhr)

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: