Das Flugzeug war auf einem Inlandsflug von Teheran in die Kleinstadt Jasudsch unterwegs. Foto: Google Earth

Am Sonntagmorgen ist ein Flugzeug des Typs ATR-72 im Iran abgestürzt. Schlechtes Wetter erschwert die Rettungsmaßnahmen.

Teheran - Beim Absturz einer Passagiermaschine im Iran sind am Sonntag alle 66 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Keiner der 60 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder habe das Unglück im Sagros-Gebirge überlebt, sagte ein Sprecher der iranischen Fluggesellschaft Aseman dem staatlichen Rundfunksender Irib.

Die Maschine war bei einem Inlandsflug von der Hauptstadt Teheran in die Kleinstadt Jasudsch in der südwestlichen Provinz Isfahan abgestürzt. Die Turboprop-Maschine vom Typ ATR-72 war am Morgen vom Radar verschwunden, wie der Parlamentsabgeordnete Aladin Borudscherdi der Nachrichtenagentur Isna sagte. Nach Angaben der Fluggesellschaft entdeckten Suchmannschaften an der Absturzstelle im Sagros-Gebirge später das Wrack des Flugzeugs. „Leider sind alle unsere Lieben bei diesem Unglück ums Leben gekommen“, sagte der Sprecher.

Absturzstelle im schwer zugänglichen Gebiet

Die Maschine zerschellte nach Angaben der Fluggesellschaft rund 23 Kilometer vor Jasudsch am Berg Dena. Jasudsch liegt rund 500 Kilometer südlich von Teheran. Unter den Insassen war den Angaben zufolge auch ein Kind. Die Absturzursache war zunächst unklar. Die iranischen Behörden hatte nach dem Absturz alle Rettungskräfte in Alarmbereitschaft versetzt, wie der Chef des Katastrophenschutzes, Pirhossein Kuliwand, der Nachrichtenagentur Fars sagte.

Weil die Absturzstelle in einem schwer zugänglichen Gebiet in den Bergen liegt, wurde auch ein Hubschrauber losgeschickt. Er konnte wegen schlechten Wetters aber nicht landen. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond schickte zwölf Bergungsteams in die Region.

Immer wieder Flugzeugunglücke im Iran

Im Iran ereigneten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Flugzeugunglücke. 2014 starben beim Absturz einer Maschine der Fluggesellschaft Sepahan 39 Menschen. Ein Grund für die Unglücke sind veraltete Flugzeuge, mangelhafte Wartung und fehlende Ersatzteile infolge der internationalen Sanktionen gegen das Land. Erst seit der Aufhebung der Sanktionen nach dem Atomabkommen von 2015 darf der Iran wieder Flugzeuge und Flugzeugteile kaufen.

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