500 Menschen haben am Sonntagabend in Tamm ein leuchtendes Zeichen gesetzt und gegen den Bau einer Landeserstaufnahme für Flüchtlinge demonstriert.
Die leuchtenden Kerzen auf dem Tammer Rathausplatz sollen ein Zeichen sein – ein Zeichen gegen die Bebauung des Schanzackers, die viele Bürger nach wie vor ablehnen. Die Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Lea Tamm-Asperg“ (GGLTA) hatten am Sonntag zum Einbruch der Dunkelheit zur Demonstration gegen das Flüchtlingszentrum eingeladen – und rund 500 Menschen kamen.
Der Anlass für die Demo waren die neuesten Zahlen zur geplanten Landeserstaufnahme auf dem Schanzacker und „die erneute Erkenntnis, dass die Landesregierung völlig an den berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürgern von Tamm, Asperg und Ludwigsburg vorbei die Planungen zur Bebauung des Schanzackers vorantreibt“, wie es seitens der Bürgerinitiative (BI) heißt.
„Tricksen, täuschen, lügen“
Es gehe dabei inzwischen aber auch „um Wahrheit und Wahrhaftigkeit“, so die BI. „Nachdem wir mit unserem Recht auf Akteneinsicht das Land zur Veröffentlichung von bislang geheim gehaltenen Dokumenten gezwungen haben, hat sich nun herausgestellt: Schon seit dem Frühjahr verfolgt das Land für den Schanzacker eine Planung zur Unterbringung von mehr als doppelt so vielen Personen wie zunächst bekannt gegeben. Dies bedeutet: Über Monate hinweg hat die Landesregierung getrickst, getäuscht, gelogen und betrogen – gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, gegenüber den Amtsträgern in Tamm, Asperg und Ludwigsburg, gegenüber der Presse.“ Für die BI ist dieses Vorgehen „inakzeptabel und einer Regierung des Landes Baden-Württemberg absolut unwürdig“.