Einer der Mitwirkenden am Hauptbahnhof Stuttgart. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Verein „Weimarer Republik“ veranstaltet vom 3. bis 9. November bundesweite Flashmobs in Gedenken an den Matrosenaufstand von 1918, der den Grundstein für die Demokratisierung in Deutschland legte – auch im Stuttgarter Hauptbahnhof.

Stuttgart - „Schluss mit dem Krieg! Es lebe der Frieden!“, rufen die Demonstranten und schwenken Transparente. Die Szene, die sich Passanten am Mittwochmittag in der Halle des Stuttgarter Bahnhofs bietet, ist unwirklich. Es handelt sich um die momentan bundesweit laufende Aktion „Die Revolution rollt“ des Vereins Weimarer Republik in Zusammenarbeit mit dem Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Mit vier Gruppen an 47 Bahnhöfe

„Wir fahren mit insgesamt vier Gruppen durch die gesamte Bundesrepublik und veranstalten in insgesamt 47 Bahnhöfen Flashmobs wie diesen hier“, erklärt Christoph Schmidt, der Verantwortliche des Vereins.

Das 15-minütige Schauspiel ist an die Demonstrationen aus dem Herbst 1918 angelehnt. Es gehe darum, Aufmerksamkeit und Interesse für das Thema „100 Jahre Revolution“ zu generieren, so Schmidt. „Gerade heutzutage ist es wichtig, dass man sich ins Bewusstsein ruft, welche Errungenschaft die Demokratie war und wie wichtig sie ist.“ Den Schauplatz Bahnhof habe man zusätzlich gewählt, da Züge zur damaligen Zeit die maßgeblichen Kommunikations- und Transportmittel gewesen seien.

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