Die Weltnaturschutzorganisation hat Orang-Utans als vom Aussterben bedrohte Art gelistet. (Symbolbild) Foto: 99806028

Auf der indonesischen Ferieninsel Bali wurde ein russischer Tourist beim Schmuggeln eines zweijährigen Orang-Utans erwischt. Der Zoll habe außerdem zwei Geckos und fünf Eidechsen im Koffer des Mannes entdeckt. Alle Tiere seien noch am Leben gewesen.

Denpasar - Die Naturschutzbehörde auf der indonesischen Ferieninsel Bali hat einen russischen Touristen beim Schmuggeln eines Orang-Utans erwischt. Der 27-Jährige wurde am Flughafen festgenommen, nachdem der zweijährige, männliche Orang-Utan bei der Kofferkontrolle am Freitagabend auffiel, wie die Behörde am Sonntag mitteilte. Der Zoll habe außerdem zwei Geckos und fünf Eidechsen im Koffer des Mannes entdeckt. Alle Tiere seien noch am Leben gewesen.

Der Verdächtige sagte demnach aus, den Orang-Utan mit Allergietabletten und Milch gefüttert zu haben, um das Tier bis zu drei Stunden bewusstlos zu halten. Sein Plan sei es gewesen, das Tier bei einem Umstieg in Seoul erneut zu betäuben. Den Ermittlern sagte er den Angaben zufolge, das Tier für umgerechnet 2650 Euro auf einem Markt auf Java gekauft zu haben. Ein Freund habe ihm gesagt, er könne den Menschenaffen als Haustier mitnehmen.

Die Weltnaturschutzorganisation hat Orang-Utans als vom Aussterben bedrohte Art gelistet. Nur noch rund 13 400 Sumatra-Orang-Utans leben in freier Wildbahn.

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