Die Pliensauvorstadt feierte mit einem Besucherrekord. Foto: pst/Peter Stotz

In dem Esslinger Stadtteil wurde feste gefestet. Nach der Corona-Zwangspause mit viel Frust war die Lust am Feiern groß. Die Veranstalter sprechen sogar von einem Besucherrekord.

Der gesamte Stadtteil schien auf den Beinen zu sein. In der Pliensauvorstadt wurde gefeiert – und viele machten mit. Zwei Jahre lang konnte auch hier wegen der Corona-Pandemie nur ein stark eingeschränktes Festprogramm laufen. Am Samstagnachmittag wurde beim Stadtteilfest jedoch vieles nachgeholt.

 

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Der Andrang war schon am frühen Nachmittag groß. Die Besucher festeten bis zum Abend auf dem Platz beim Bürgerhaus und auf der Weilstraße. „Es ist schön zu sehen, dass so viele Leute friedlich zusammen feiern“, sagte Frank Limberger, der Vorsitzende des Vereins Pliensauvorstadt live, und wies auf den Stadtteilplatz, wo schon am frühen Nachmittag kaum mehr freie Plätze zu finden waren. Rund 3000 Besucher zählten er und seine Mitstreiter bis zum Abend: „Ein absoluter Besucherrekord und ein großer Erfolg für unser Fest.“ Rund ein halbes Jahr lang waren die Mitglieder des Vereins Pliensauvorstadt live damit beschäftigt, das Programm auf die Beine zu stellen und die Angebote der etwa 30 beteiligten Organisationen aus dem Stadtteil mit Vereinen, Kindergärten, Schulen, Kulturschaffenden und Ehrenamtlichen zu koordinieren. „Wir wollen den Bürgern in der Pliensauvorstadt etwas Gutes bieten, denn schließlich sind wir ein stark aufstrebender Stadtteil“, sagte Limberger.

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Das ist auch die Meinung von Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der wie Baubürgermeister Hans-Georg Sigel und Vertreter der Gemeinderatsfraktionen zur Eröffnung des Stadtteilfests gekommen war. „Die Pliensauvorstadt ist ein In-Stadtteil, der sich weiter nach vorn entwickelt“, sagte der Stadtchef. So sei für die künftige Bebauung des Areals VfL-Post „ein wunderbarer Entwurf“ vorgestellt worden, der viel Grün und viel Platz für Kinder wie Senioren bieten werde: „Der Stadtteil wächst aber auch, weil ihn die Menschen mögen.“ Andreas Jacobson, Vorsitzender des Bürgerausschusses Pliensauvorstadt, sieht die Pliensauvorstadt ebenfalls „auf einem guten Weg“ und attestierte ihr, auch dank der Bemühungen um weiteren Wohnraum und städtebauliche Aufwertung, „eine wunderbare Entwicklung und gute Gemeinschaft“.

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Die Organisatoren hatten „ein Gemeinschaftserlebnis“ im Sinn und „ein unterhaltsames, buntes und abwechslungsreiches Programm“ versprochen - das Stadtteilfest entsprach den Erwartungen. Die Guggenmusik-Kapelle Schlössleskracher aus Göppingen lockte die Besucher in einem kleinen Umzug vom Bahnhof über die Brücke zum Fest. Dort war die Weilstraße für einen Familienflohmarkt abgesperrt. Für Kinder gab es Vorstellungen eines Puppentheaters, Stände für Spiele, Sportangebote und Bewegung. Auf der Festbühne gastierten das Duo Lavinia Hope und Roberto Hurtado Salgado sowie am Spätnachmittag und am Abend die Bands Anonyme Pentatoniker und Miss Foxy. Zwischen den Konzerten zeigten Kinder der Pliensauschule, von Kids Dance Esslingen und den Karnevalsfreunden Esslingen Tanzeinlagen. „Es war rappelvoll bis spät am Abend, bunt und rundum stimmig“, fasste Limberger zusammen. Organisiert wurde das Fest vom Verein Pliensauvorstadt live in Kooperation mit dem Bürgerausschuss, dem Förderverein Pliensauvorstadt sowie mit dem Mehrgenerationen- und Bürgerhaus.