Zum Fellbacher-Herbst-Umzug am 7. Oktober nimmt eine Trachten- und Tanzgruppe aus dem süditalienischen Cariati teil.
Fast genau 45 Jahre ist er her, dass die norditalienische Stadt Erba und Fellbach ihre Städtepartnerschaft offiziell besiegelt haben. Für Francesco Santoro, den Vorsitzenden des italienischen Kulturvereins „Centro Italiano“ in Fellbach, ist das Anlass, eine „Feier mit Musik“ zu organisieren. Bei italienischer Live-Musik und italienischen Spezialitäten – für die Bewirtung sorgen Mitglieder des Centro Italiano – wird in wenigen Tagen gebührend gefeiert.
Sängerinnen aus Kalabrien
„In Concerto“ überschreibt Santoro den Abend in der Festhalle im Fellbacher Stadtteil Schmiden am Samstag, 23. September. Für den musikalischen Teil holt Francesco Santoro den Sänger Rocco Fortino und das Duo Controcorrente – gegen den Strom – auf die Bühne. Die beiden Sängerinnen des Duos kommen aus seiner Heimat Kalabrien. Es dürfe auch getanzt werden, sagt Santoro, der für „In Concerto“ Unterstützung von der Stadt Fellbach, vom Istituto di Cultura in Stuttgart und vom Städtepartnerschaftsverein Fellbach bekommen hat.
Um 19 Uhr geht’s am Samstagabend los. Karten zum Preis von 18 Euro, reduziert auf 15 Euro für Rentner, gibt es beim i-Punkt im Nordflügel des Fellbacher Rathauses. Oberbürgermeisterin Gabriele Zull sei auch dabei, sagt Santoro, sie werde ein Grußwort sprechen. Der Erlös des Abends werde an eine soziale Einrichtung gespendet, sagt Francesco Santoro.
Auch beim Fellbacher Herbst, der in diesem Jahr vom 6. bis 9. Oktober und damit sehr früh stattfindet, bringt sich Francesco Santoro mit Ideen ein und will für italienisches Flair beim Umzug sorgen. Aus seiner Heimatstadt Cariati in Süditalien kommt eine Trachten-/Tanzgruppe mit 25 Personen nach Fellbach. Sie tragen historische Kostüme, verrät Santoro, und nehmen den langen Weg – die einfache Strecke beträgt 1600 Kilometer – mit dem Bus auf sich. Andere Trachten- oder Musikgruppen aus den Partnerstädten werden dieses Jahr beim Fellbacher Herbst offensichtlich nicht dabei sein, so Fenna Nacke, die sich im Büro der Oberbürgermeisterin um Partnerschaftsangelegenheiten kümmert. Man lege beim diesjährigen Fellbacher Herbst den Fokus auf Frankreich, sagt sie. Vor 50 Jahren, 1973, wurde die Städtepartnerschaft zwischen Tournon-sur-Rhône und Fellbach geschlossen. Ein mittlerweile geschichtsträchtiges Jahr auch für die Region: Vor fünf Jahrzehnten ist im Zuge der Kreisreform der Rems-Murr-Kreis mit seinen insgesamt 31 Gemeinden kreiert worden.
Europa-Sternschnuppen werden verliehen
Zum Jubiläum mit Fellbachs zweiter von insgesamt fünf Partnerstädten – die erste war 1964 Tain l’Hermitage – wird beim Fellbacher Herbst von der Stadt als Anerkennung der Verdienste um die völkerübergreifende Partnerschaft jeweils eine Europa-Sternschnuppe an eine Person aus Tournon und der Kappelbergstadt verliehen.
Aus allen Partnerstädten, also Pécs, Tain l’Hermitage, Tournon, Erba und Meißen, werden, so Fenna Nakke, Delegationen zum Fellbacher Herbst in Fellbach erwartet. Die Einladungen sind ausgesprochen, einige Zusagen liegen bereits vor.