Der American Staffordshire Terrier ist als Kampfhund eingestuft. Foto: dpa/Peter Förster

Eine spezielle Steuer für Hunde, die als Kampfhunde gelten, gibt es bereits in vielen Kommunen. Nun führt auch Fellbach eine Kampfhundesteuer ein.

Fellbach - Nur wenige Menschen sind in der Stadt am Fuße des Kappelbergs betroffen – aber sie müssen sich darauf einstellen, pro Jahr 840 Euro an die Stadtkasse abführen zu dürfen. Geld, das sie bisher nicht zahlen mussten. Es geht um die Besitzer von Kampfhunden – fünf gibt es ausweislich der Statistik des Kämmereiamts auf Fellbacher Gemarkung. Mit der Einführung dieser neuen Steuer folgt Fellbach dem Beispiel der anderen fünf Großen Kreisstädte, die für Kampfhunde bereits Steuern einziehen.

 

Kampfhunde sind ein überregional schlagzeilenträchtiges Aufregerthema. Insbesondere, wenn es eine Beißattacke gegeben hat, stürzen sich nicht nur die Boulevardmedien darauf. Als Begründung für die Einführung der Kampfhundesteuer bekräftig der Fellbacher Erste Bürgermeister Johannes Berner: „Die brauchen wir aufgrund der lenkenden Wirkung, die von solch einer Steuer ausgeht.“ Die Steuer hat „den ordnungspolitischen Zweck“, die Anzahl der Kampfhunde konstant niedrig zu halten, „um die Gefahren sowie Belästigungen für die Allgemeinheit zu verringern“, wie es in der Satzung heißt.

Fünf Kampfhunde ohne Wesenstest sind aktuell bekannt

In Fellbach sind fünf Kampfhunde ohne vorliegenden Wesenstest gemeldet. Deren Besitzer müssen jährlich 840 Euro für den ersten Hund zahlen. Bei jedem weiteren Kampfhund werden dann Steuern in Höhe von 1680 Euro verlangt. Bei den aktuell fünf Kampfhunden bedeutet dies in der Summe 4200 Euro Steuereinnahmen für die Fellbacher Stadtkasse.

Mit der Höhe der Kampfhundesteuer befindet sich Fellbach nun auf dem gleichen Niveau wie Winnenden, wo ebenfalls 840 Euro verlangt werden. In den anderen Großen Kreisstädten an Rems und Murr ist es günstiger: Schorndorf nimmt 810 Euro, Backnang, Waiblingen und Weinstadt jeweils 600 Euro pro erstem Kampfhund. Am teuersten in der Region ist für Kampfhundebesitzer übrigens Kornwestheim, wo 900 Euro fällig werden.