Fellbach City-Run Im Ziel strahlen nicht nur die Sieger

Von Eva Herschmann 

Beim zweiten Fellbach City-Run durch die Tiefgarage des Rathauses und rund um die Schwabenlandhalle sind alle 471 Teilnehmer Gewinner. Einnahmen sind zugunsten der Integrationsarbeit.

Fellbach - Philipp Bahlke von den SchmOeffRunners ist mit einem Lächeln über die Ziellinie gelaufen. 23,41 Minuten benötigte der Sieger des Hauptlaufs für die 7,5 Kilometer, acht Sekunden weniger als der zweitplatzierte Benjamin Schmid. Nicht nur die Schnellsten unter den 471 Läufern – rund 100 mehr als bei der Premiere im Vorjahr – auf den verschiedenen Strecken sind mit einem Strahlen im Gesicht ins Ziel gekommen. Bei der zweiten Auflage des Fellbach City-Run haben sich alle als Gewinner gefühlt.

Volle Konzentration – auch bei den Kindern. Foto: Patricia Sigerist
Der Lauf für einen guten Zweck, organisiert vom Fellbacher Unternehmen Wohninvest und unterstützt vom Stadtmarketing und dem SV Fellbach, brachte wieder viele Menschen in Bewegung. Von den Einnahmen profitiert diesmal die Jugend- und Integrationsarbeit des SVF. Die Teilnahmegebühren der Firmenwertung, die von Physiotherapeuten von „KörperBewusstSein“ gewonnen wurde, wird sozialen Zwecken gespendet. Fast noch wertvoller aber sind die Begegnungen von Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft mit und ohne Handicap gewesen.

Niko Kappel, Sieger bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro und amtierende Europameister im Kugelstoßen, war beeindruckt. „Die Vielfalt der Teilnehmer was Alter und Einschränkungen betrifft, ist super. Da muss man weit laufen, um so etwas zu sehen“, sagte der 23-Jährige. Zusammen mit Tamara Röske, 22, der Schauspielerin mit Down-Syndrom aus dem Erfolgsstreifen „Fuck ju Göthe 3“, die in Stuttgart-Sommerrain lebt, schickte Kappel die 28 Teilnehmer des erstmals ausgelobten Inklusionslaufs auf die Reise.

Die Teilnehmer sprinten an Sehenswürdigkeiten vorbei

Die Teilnehmer sprinteten an Sehenswürdigkeiten vorbei und mussten pro Runde einmal die Tiefgarage des Rathauses durchqueren, deren Ein- und Ausfahrten die einzigen Steigungen auf der ansonsten flachen Strecke waren. Im Park der Schwabenlandhalle ging es an langen Bauzäunen vorbei, hinter denen fleißig für die Remstal-Gartenschau 2019 geschafft wird. Baubürgermeisterin Beatrice Soltys, die den Startschuss für die 267 Läufer im Hauptlauf gab, versprach, dass beim 3. City-Run das Wasser im Park in den schönsten Farben sprudeln werde. „Die Baustellen stören uns nicht wirklich, zumal die Arbeiter alles schön zusammengeräumt haben“, sagte Udo Wente, der Geschäftsführer des Sportvereins, der einen beachtlichen Teil der fast 70 Helfer für die Großveranstaltung stellte.

„Viel zufriedener geht nicht, es war ein wunderschöner Tag, wir hatten lediglich zwei Schürfwunden, und die Stimmung war super“, erklärte Organisator Michele Vulcano. Der 3. City-Run findet übrigens am 14. September 2019 statt – wieder für Menschen mit und ohne Handicap.

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