Mit dem sogenannten Enkeltrick haben es Betrüger meist auf ältere Menschen abgesehen. Foto: dpa

Schon wieder ist eine ältere Frau mit einem fingierten Anruf hereingelegt worden. Eine Dame aus Backnang hat sich gerade noch rechtzeitig besonnen.

Backnang/Fellbach - Bei einer Frau in Backnang ist sie abgeblitzt, bei einer Dame aus Fellbach hat eine Trickbetrügerin Erfolg gehabt. Nach einem fingierten Anruf händigte diese einer Unbekannten 37 000 Euro aus.

Bei dem Anruf in Backnang hatte sich die Betrügerin als Frau eines Cousins der Angerufenen ausgegeben und diese gebeten, ihr 38 000 Euro für die Notarkosten eines angeblichen Wohnungskaufs zu leihen. Die Frau wollte zunächst helfen, fuhr zu ihrer Bank und hob das Geld ab. Dann jedoch wurde sie misstrauisch – zu recht, wie die Polizei betont – und brach den Kontakt zu der Betrügerin ab.

Bargeld auf der Straße übergeben

Der Fellbacherin fehlte dieses Bauchgefühl. Sie hob nicht nur die 37 000 Euro ab, die angeblich ihrer Enkelin zugute kommen sollten, sondern übergab es der vermeintlich beauftragten Frau in der Stuttgarter Straße, die damit in Richtung der Stadtbahn verschwand.

Die Polizei sucht nun nach einer etwa 50 Jahre alten, 1,60 bis 1,65 Meter großen Frau mit dunkelblondem Haar. Sie soll mit osteuropäischem Akzent gesprochen und einen fehlenden oberen Schneidezahn haben. Außerdem raten die Ordnungshüter, niemals Fremden Geld zu übergeben und im Zweifel die 110 anzurufen.

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