In Stuttgart wurde der sechste Feinstaubalarm in diesem Jahr ausgerufen. (Symbolbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Wenn es nach der Stuttgarter CDU geht, soll der Feinstaubalarm lieber gestern als heute abgeschafft werden. Es bestehe keine Notwendigkeit mehr.

Stuttgart - Nach Ansicht der CDU Stuttgart soll der Feinstaubalarm in der Landeshauptstadt ab sofort abgeschafft werden. „Es besteht keine Notwendigkeit mehr“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Man werde angesichts der wenigen verbleibenden Tage in diesem Jahr - wie schon im Vorjahr - unter den gesetzlich zulässigen Überschreitungstagen bleiben. Das sind 35; bisher hat die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) an der Messstelle am besonders belasteten Neckartor dieses Jahr 20 Überschreitungstage gemessen - so viele wie 2018. Nach weiteren Auswertungen könnte sich laut Stadt die Zahl für 2019 aber noch erhöhen.

Der CDU Kreisverband argumentiert, der Feinstaubalarm verbessere nicht die Luft, verschlechtere aber massiv das Image der Stadt. 2018 hatte die CDU-Fraktion im Gemeinderat der Landeshauptstadt bereits einen Antrag zur Abschaffung eingereicht.

Stuttgart ruft seit 2016 Feinstaubalarm aus

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn hatte im Oktober angekündigt, sollte man in diesem Jahr wieder unter den Grenzwerten bleiben, werde der Alarm ab Oktober 2020 eingestellt.

Die Stadt ruft seit Januar 2016 Feinstaubalarm aus, wenn Meteorologen für mindestens zwei aufeinanderfolgende Tage einen geringen Luftaustausch vorhersagen. Das passiert vor allem im Winter, die Feinstaubalarm-Periode dauert daher vom 15. Oktober bis 15. April 2020. Autofahrer sollen bei Alarm freiwillig den Wagen stehen lassen und etwa auf Bus und Bahn umsteigen. An Überschreitungstagen liegt der Feinstaubwert jeweils über dem Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. 2017 gab es noch 41 Überschreitungstage.

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