Tennis-Profi Angelique Kerber zählt auch bei den US Open 2018 in New York zu den Favoriten. Foto: EPA

Am Montag starten in New York die 138. US Open. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Tennis-Spektakel im Big Apple und blicken auf die Favoriten bei den Damen und Herren.

New York - Zahlreiche Tennis-Fans werden sich in den kommenden zwei Wochen wieder die Nächte um die Ohren schlagen. Der Grund: An diesem Montag beginnen in New York die 138. US Open. Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier der Saison ist ein Event der Superlative, mit dem höchsten Preisgeld, dem größten Stadion und allen Superstars. Wir tragen alles Wissenswerte zum Tennis-Spektakel im Big Apple zusammen.

Spielt Angelique Kerber um ihren nächsten Grand-Slam-Titel?

Der historische Triumph von Wimbledon hat es allen Kritikern bewiesen: Mit Angelique Kerber ist bei Großereignissen wieder zu rechnen. Ihr dritter Titel bei den vier Majors war auch ein Zeichen an die Konkurrenz. Der Weg ins Finale führt über Kerber, dabei spielt es kaum eine Rolle, dass die 30 Jahre alte Kielerin in der Vorbereitung auf Hartplatz nur ein Match gewann. Doch Obacht: In der zweiten Runde könnte bereits die Französin Alize Cornet warten, gegen die Kerber zuletzt in Cincinnati verlor.

Schafft Alexander Zverev seinen Grand-Slam-Durchbruch?

Ein Viertelfinale bei den French Open im Mai steht als erfolgreichstes Resultat für Alexander Zverev bei den vier Majors bislang zu Buche. Deutlich zu wenig für einen Spieler mit seinen Ansprüchen. Tennis-Ikone Ivan Lendl soll Zverev dabei helfen, sein Potenzial auch bei den Grand Slams abzurufen. Ob es ihm schon in New York gelingt? Nach einer holprigen Vorbereitung gehört Zverev nicht zum engsten Favoritenkreis. Die Auslosung ist für die Nummer vier der Setzliste jedoch wie gemacht, um zumindest locker die zweite Woche zu erreichen.

Was macht die „alte Garde“?

Novak Djokovic (31), Rafael Nadal (32) und Roger Federer (37) sind noch nicht bereit, das Feld zu räumen. Wimbledonsieger Djokovic hat zu alter Klasse zurückgefunden und in Cincinnati Geschichte geschrieben. Titelverteidiger Nadal konnte es sich nach dem Erfolg in Toronto sogar leisten, das Masters in Cincinnati auszulassen. Federer kam dort ins Finale. Bei den Frauen hat die große Serena Williams (36) nach dem verlorenen Wimbledonfinale noch eine Rechnung offen, ohne den historischen 24. Grand-Slam-Titel will sie sich nicht verabschieden.

Was ist neu in Flushing Meadows?

Die Spieler bekommen in diesem Jahr Zeitdruck, mehr als manchem lieb ist. 25 Sekunden ticken unerbittlich nach einem Ballwechsel herunter, in dieser Zeit muss der Aufschläger wieder bereit sein. Die Profis sind geteilter Meinung über den Nutzen der Shot Clock, einstimmig positiv fällt dagegen ihr Urteil über das neue Louis Armstrong Stadium aus. Nach zweijähriger Bauphase erstrahlt der frühere Center Court in neuem Glanz und hat wie das gigantische Arthur Ashe Stadium ein ausfahrbares Dach. Die zahlungskräftigen TV-Stationen wird die Planungssicherheit auch bei Regen freuen.

Zahlen, bitte!

15 deutsche Profis (9 Männer, 6 Frauen) stehen im Hauptfeld und haben damit bereits 54.000 Dollar Preisgeld sicher. Soviel nehmen alle Erstrundenverlierer aus New York mit, für die Sieger gibt es 3,8 Millionen Dollar. Insgesamt sind die US Open mit 53 Millionen Dollar dotiert und damit höher als jedes andere Tennisturnier. Der Center Court fasst als größtes Tennisstadion der Welt 23.771 Zuschauer.

Wer sind die Favoriten?

In unserer Bildergalerie haben wir die als Favoriten gehandelten Tennis-Profis bei den Damen und Herren in New York zusammengetragen. Klicken Sie sich durch!

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