Nicole Kidman und Jospeh Fiennes in „Strangerland“ Foto: Fantasy Filmfest

Zwar tummeln sich seit diesem Donnerstag beim Fantasy-Filmfest auf den Leinwänden des Stuttgarter Kinos Metropol wieder jede Vampire, Zombies und Monster. Doch die Zeiten, in denen Fantasy gleichbedeutend mit Trash war, sind längst vorbei.

Stuttgart - Wie wäre es zum Beispiel mit dem Wutbürger aus Hongkong, der beschließt, alle Kung-Fu-Meister der Welt zu killen? Oder mit dem Schwarm Riesenwespen, der eine Gartenparty ruiniert? Mit dem Sohn einer depressiven ­Flamencotänzerin, der ein Knetfigurenmassaker anrichtet? Oder mit einer Selbsthilfegruppe für Ex-Besessene? Willkommen beim Kino am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Das Fantasy Filmfest, das jeden Sommer durch die Kinos der Republik tingelt, ist zu einem Sammelsurium origineller, abstruser, manchmal aber auch verblüffend direkt auf die Realität verweisender Filmfantasien geworden. Bis zum 30. August gibt es im Kino Metropol Platz in Stuttgart sowohl für kleine Autorenfilme als auch für Starkino der anderen Art – zum Beispiel mit Salma Hayek im Anti-Disney-Märchen „Das Märchen der Märchen“ oder mit Arnold Schwarzenegger im Zombiefilm „Maggie“.

Das Tolle an dieser Fantasy- und Horrorschau ist aber letztlich, dass man nie weiß, was einen im Kino erwartet. Sie wollen trotzdem Filmtipps? Okay, doch sagen Sie hinterher nicht, dass Sie nicht gewarnt wurden!

Extraordinary Tales

Eine Entdeckungsreise durch die Welt von Edgar Allan Poe in Form eines Animationsfilms. Fünf Geschichten und für Erzähler, die nicht nur Genrekenner erfreuen: Christopher Lee, Bela Lugosi, Julian Sands, Roger Corman und Guillermo del Toro. Dienstag, 25. August, 18.30 Uhr

Strangerland

Im staubigen Nirgendwo Australiens suchen die Parkers (Nicole Kidman und Joseph Fiennes) nach ihren beiden Kindern, die nach einem Sturm verschwunden sind. Düsterer Thriller. Samstag, 29. August, 18 Uhr

Nobody From Nowhere

Französischer Thriller um einen Mann, der die Leben anderer Menschen lebt. In der Hauptrolle Mathieu Kassovitz („Die fabelhafte Welt der Amélie“). Mittwoch, 26. August, 16 Uhr

Therapie für einen Vampir

Im Wien der 1930er Jahre sucht der Vampir Graf Geza von Közsnöm (Tobia Moretti), der seiner Unsterblichkeit und seiner seit Ewigkeiten andauernden Ehe überdrüssig ist, Hilfe bei Sigmund Freud (Karl Fischer). Montag, 24. August, 16.15 Uhr

Scherzo Diabolico

Aus Versehen rufen zwei Teenager einen uralten bösen Dämonen herbei. Der Mexikaner Adrián García Bogliano hat sich einiges bei den verstörenden Filmen des Koreaners Park Chan-wook abgeschaut. Nichts für Menschen mit schwachen Nerven also. Samstag, 29. August, 14 Uhr

www.fantasyfilmfest.com

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