Alexandra Zivic, Corinne Birgel und Dorothea Wagner (von links) wollen unter anderem den Mittagstisch im FaZ ausbauen. Foto: Fritzsche

Die neuen Chefinnen haben viele Ideen für das Familien- und Stadtteilzentrum Nord. Unter anderem beschäftigen sie sich mit den Themen Gewinnung von Lernpaten, sowie mit dem Ausbau des Mittagstisches und der Krabbelgruppe.

S-Nord - Drei neue Gesichter gibt es im Familien- und Stadtteilzentrum Nord (FaZ) an der Heilbronner Straße 109: Dorothea Wagner, Alexandra Zivic und Corinne Birgel sind das neue Kleeblatt an der Spitze des FaZ.

Wagner ist dabei kein gänzlich neues Gesicht: Sie war bereits seit 2007 dabei, hat das FaZ mit aufgebaut, bevor sie 2013 in Elternzeit gegangen ist. Nun ist sie zurück und übernimmt 25 Prozent. Weitere 25 Prozent der Stelle übernimmt Alexandra Zivic, auch sie kennt das FaZ bereits, hat sie es doch bereits 2013 als Wagners Nachfolgerin geleitet. Wirklich ganz neu ist Corinne Birgel. Sie übernimmt die restlichen 50 Prozent der Leitungsstelle. Sie leitet – ebenfalls auf 50 Prozent – auch das Familienzentrum Mäulentreff in Untertürkheim.

Die Wünsche der Bewohner stehen im Mittelpunkt

Wichtig ist den dreien, dass auch zukünftig das FaZ bleibt, was es ist: ein Treffpunkt mit Angeboten von Nachbarn für Nachbarn. „Wir geben nichts vor“, sagt Dorothea Wagner. Sondern die Bewohner des umliegenden Coop-Viertels kommen mit Wünschen und Vorschlägen ins FaZ. „Wenn wir wissen, dass es einen Bedarf gibt, suchen wir nach Referenten oder Angeboten.“ Oder die Referenten kommen auf das FaZ zu. So geschehen im Fall der Yogalehrerin Julia Keimp: „Sie kam einfach herein und fragte, ob sie bei uns Yoga unterrichten kann“, erinnert sich Corinne Birgel. Mittlerweile leitet Keimp jeden Montagnachmittag von 16.30 bis 17.30 Uhr einen Yogakurs im FaZ.

Ebenfalls eingebürgert haben sich der Frauensport, das tahitianische Trommeln und Tanzen, der interkulturelle Sprachaustausch und das internationale Frauenfrühstück des Elternseminars. „Und hinterher sitzt man bei uns im offenen Café bei Kaffee und Kuchen zusammen“, sagt Birgel. Dorothea Wagner ergänzt: „Im offenen Café gibt es aber keine Pflicht, etwas zu kaufen.“ Man könne sich auch ein Getränk von zuhause mitbringen. „Gerade für Menschen, die nicht viel Geld haben, ist das wichtig“, so Wagner. Die Öffnungszeiten des Cafés sind derzeit noch unterschiedlich, je nach Wochentag. Das soll aber angepasst und vereinheitlicht werden.

„Bring and share“ bringt Nachbarn beim Essen zusammen

Besonders gut kommt auch das „Bring and share“-Abendessen für die Coop-Nachbarn an, das einmal im Monat stattfindet: Alle sind eingeladen, und jeder bringt Essen mit, das untereinander geteilt wird. „Kürzlich haben wir im Hof gegrillt“, erzählt Birgel, „und da waren auch ganz neue Nachbarn dabei, die frisch zugezogen sind.“

Mittagstisch und Krabbelgruppe sind die aktuellen Themen

Ausbauen wollen Wagner, Birgel und Zivic den Mittagstisch. Der wird immer montags, mittwochs und freitags angeboten, jeweils von 11.30 bis 14 Uhr. „Wir haben drei Teams aus Ehrenamtlichen, die für uns kochen“, erzählt Corinne Birgel. Der Mittagstisch steht nicht nur den Nachbarn offen, sondern auch den Mitarbeitern der Firmen, die in der Nachbarschaft liegen. „In Zukunft wollen wir auch verstärkt Gerichte aus aller Welt anbieten.“

Ebenfalls verstärkt werden sollen Vorschulangebote für Kinder. Es gibt bereits eine Krabbelgruppe, die sich dienstags um 10 Uhr trifft. „Wir würden gerne eine zweite Gruppe aufmachen“, sagt Alexandra Zivic. Vor den Ferien ist am Donnerstag, 30. Juli, ist von 14 bis 18 Uhr an der Fußgängerbrücke im Bereich Wolframstraße das Spielmobil Mobifant zu Gast, mit Angeboten für sechs- bis zwölfjährige Kinder.

Neue Lernpaten sind immer willkommen. „Diesmal suchen wir ganz gezielt Leute, die Ansprechpartner für die Kinder sein können, was den Übergang auf eine weiterführende Schule angeht“, sagt Dorothea Wagner. Im vergangenen Jahr ist das FaZ erst noch renoviert worden, jetzt soll neben Farbe auch Kunst an die Wände: „Wir können uns gut vorstellen, dass Künstler bei uns ausstellen“, sagt Corinne Birgel.

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