Ein Großaufgebot der Feuerwehr, Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Bergwacht ist vor Ort. Höhlentaucher versuchen zu den beiden Eingeschlossenen vorzudringen. Foto: SDMG

Bei einer Tour in die Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten sind zwei Höhlengänger vom ansteigenden Wasser überrascht worden. Dutzende Einsatzkräfte sind vor Ort und versuchen die Eingeschlossenen zu befreien.

Grabenstetten/Bad Urach - Zwei Höhlengänger sind in der Falkensteiner Höhle zwischen Grabenstetten und Bad Urach im Fischbachtal eingeschlossen. Nach Angaben der Rettungskräfte soll es sich bei den Vermissten um einen Höhlenguide mit seinem Kunden – beide um die 30 Jahre alt – handeln, die gegen 17 Uhr in die Höhle eingestiegen sind.

Ein erster Versuch von zwei Tauchern, die Eingeschlossenen zu erreichen scheiterte, weil die Strömung der Elsach zu stark und das Wasser zu trübe war. Ein zweiter Versuch war dann von Erfolg gekrönt. Die beiden Höhlengänger seien unterkühlt, aber ansonsten unversehrt, so Hartmut Holder, der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort. Sie seien mit Essen, Trinken und wärmenden Materialien versorgt worden.

Die Eingeschlossenen sind in relativer Sicherheit in der Reutlinger Halle. Dieser Hohlraum innerhalb der Falkensteiner Höhle befindet sich zwischen dem ersten Siphon – einem überfluteten Höhlenabschnitt –, mehr als 500 Meter hinter dem rettenden Höhleneingang.

Einsatzleiter: „Wird eine langwierige Aktion“

„Das wird höchstwahrscheinlich eine größere und langwierige Aktion“, erklärte Hartmut Holder. „Es wird auf jeden Fall noch bis zum Montag dauern, bis die beiden Vermissten gerettet werden können.“

Aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage ist der Pegel der Elsach, die weit im Innern der Höhle entspringt, extrem angestiegen. Am Sonntag ging gegen 19 Uhr eine Vermisstenanzeige bei den Rettungskräften ein. Es würden zwei Höhlengänger vermisst, hieß es. Sie seien von den Wassermassen eingeschlossen und könnten nicht mehr zum Höhleneingang zurück.

Die Falkensteiner Höhle ist eine aktive Wasserhöhle, die von dem gut rund fünf Kilometer langen und rechten Zufluss der Erms auf der Schwäbischen Alb durchflossen wird. Nach Angaben der örtlichen Polizei ist ein Großaufgebot der Feuerwehr, Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Bergwacht vor Ort.

Einsatzkräfte sind mit Großaufgebot vor Ort

Die Falkensteiner Höhle ist ein touristischer Publikumsmagnet in Baden-Württemberg. An manchen Tagen marschieren ein halbes Dutzend Gruppen hinein, berichtet ein Mitglied der Höhlenrettung vor Ort. Der Höhlenrettung im Südwesten gehören rund 140 Mitglieder aus den einzelnen Höhlenvereinen an. Sie rücken aus, wenn sich jemand verletzt oder in einer Höhle vom Regen überrascht wird und festsitzt.

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