Immer öfter muss die Feuerwehr den Einsatz für brennende Autos dokumentieren. Foto: 7aktuell.de

Immer wieder gehen Autos aus heiterem Himmel in Flammen auf. Zuletzt auf der B 10 bei Stuttgart. Wie kann ein technischer Defekt so brandgefährlich sein?

Stuttgart - Vor kurzem noch hatte der Tüv keine Mängel feststellen können – doch dann ist einem 14 Jahre alten Auto die Luft ausgegangen: Mitten im morgendlichen Berufsverkehr ging ein Fahrzeug auf der Bundesstraße 10 auf Höhe der Otto-Konz-Brücken im Stadtteil Wangen in Flammen auf. An dem Wagen entstand 7000 Euro Totalschaden.

Der 34-jährige Fahrer war mit seinem Renault Kangoo am Montag gegen 7 Uhr von Stuttgart in Richtung Göppingen unterwegs. „Plötzlich gab es einen Schlag und Rauch aus dem Motorraum“, sagt Polizeisprecher Thomas Bauknecht. Der Fahrer habe zwar die Flammen mit einem Feuerlöscher selbst einzudämmen versucht, doch nicht mehr verhindern können, dass der Wagen des Baujahrs 2005 voll ausbrannte. „Die Brandursache ist noch unklar“, so Bauknecht. Immerhin blieben Fahrer und Beifahrer unverletzt. Auf der B 10 kam es zu langen Staus.

Fahrzeugbrände häufen sich

Seit Jahresbeginn häufen sich Fahrzeugbrände. Am Samstag brannte ein Ford in Ingersheim (Kreis Ludwigsburg), als der 45-jährige Fahrer auf dem Rückweg vom Einkaufen war. Im Februar gab es fast täglich Feueralarm – in Rutesheim, Feuerbach, Gärtringen, Ostfildern, Winnenden, Backnang, Freiberg am Neckar, Waiblingen, Leonberg und Beuren. Für Experten gelten Hydraulik oder Ölversorgung, undichte Druckleitungen, feine Ölnebel auf heißen Auspuffkrümmern oder überhitzte Bremsen als Hauptursache. Feuerlöscher helfen selten: Ein Kilo Löschpulver reicht laut Faustformel für eine Sekunde aus.

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