Die UEFA beschäftigt sich mit dem Fall (Symbolbild). Foto: Caroline Blumberg/EPA/dpa/Caroline Blumberg

Eine Drohne hat zwischenzeitlich für eine Unterbrechung des Europa-League-Spiels in Luxemburg zwischen F91 Düdelingen und FK Karabach Agdam gesorgt. Offenbar handelte es sich um eine politische Provokation.

Nyon - Nach dem Zwischenfall mit einer Drohne beim Europa-League-Spiel zwischen dem luxemburgischen Club F91 Düdelingen und FK Karabach Agdam aus Aserbaidschan (1:4) hat die UEFA die Spielunterbrechung als richtige Entscheidung verteidigt. „Aus Sicherheitsgründen“ habe der schottische Schiedsrichter John Beaton die Partie in der 36. Minute für etwa 25 Minuten unterbrochen, teilte die Europäische Fußball-Union am späten Donnerstagabend mit.

Zu dem Zeitpunkt der Partie war eine Drohne über das Spielfeld geflogen, an der eine Fahne befestigt war, die nach Medienberichten wie eine armenische Fahne aussah. Einige Karabach-Profis versuchten die Drohne mit dem Ball zu treffen, als diese über dem Mittelkreis flog. Daraufhin unterbrach der Unparteiische die Partie. Ob ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird, wollte die UEFA nach Eingang des offiziellen Spielberichts entscheiden, hieß es.

Armenien und Aserbaidschan befinden sich seit Jahren in einem festgefahrenen Konflikt um die Kaukasusregion Berg-Karabach, die völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, aber seit einem Krieg im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion mit russischer Hilfe von Armenien kontrolliert wird. Bereits in der Vergangenheit hatte der Konflikt Einfluss auf den Sport gehabt. So verzichtete der armenische Profi Henrich Mchitarjan im Mai auf die Reise zum Europa-League-Finale seines FC Arsenal gegen den FC Chelsea in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku.

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