Nicole Hoffmeister-Kraut hatte im Untersuchungsausschuss zum Expo-Pavillon Fehler ihres Ressorts eingestanden. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Der Bau des baden-württembergischen Expo-Pavillons in Dubai schreitet voran. Das Projekt befinde sich trotz vieler Herausforderungen auf der Zielgeraden, wie Nicole Hoffmeister-Kraut sagte.

Stuttgart - Der von scharfer politischer Kritik begleitete Bau des baden-württembergischen Expo-Pavillons in Dubai kommt voran. Nach sieben Monaten seien der Rohbau des Gebäudes fertiggestellt und der Dachstuhl errichtet, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag in Stuttgart mit. Das Projekt befinde sich trotz vieler Herausforderungen durch die Pandemie auf der Zielgeraden, sagte Ressortchefin Nicole Hoffmeister-Kraut. Bis Juli sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Der Expo-Pavillon hatte bis vor kurzem noch zahlreiche Abgeordnete des Landtags in einem Untersuchungsausschuss beschäftigt, da die Kosten des Pavillons deutlich in die Höhe geschnellt waren. Sie kletterten auf voraussichtlich 15 Millionen Euro. Eigentlich sollte eine Projektgesellschaft den Pavillon komplett mit der Hilfe von Firmen finanzieren. Weil aber Sponsoren ihre Zusagen zurückzogen, sprang das Land ein. Die CDU-Politikerin Hoffmeister-Kraut hatte im Untersuchungsausschuss zum Expo-Pavillon Fehler ihres Ressorts eingestanden, aber keine persönliche Verantwortung.

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland mit einem eigenenPavillon in Dubai. Die Weltausstellung soll vom 1. Oktober 2021 bis Ende März 2022 stattfinden. Sie sollte eigentlich schon 2020 über die Bühne gehen. Wegen der Corona-Krise wurde sie verschoben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: