Hat derzeit nicht so gut lachen: Christian Träsch (26) vom VfL Wolfsburg Foto: Baumann

Seit Oktober fehlt Christian Träsch dem VfL Wolfsburg. Nach einem Bruch des fünften Mittelfußknochens will der 26-Jährige nun aber wieder angreifen.

Seit Oktober fehlt Christian Träsch dem VfL Wolfsburg. Nach einem Bruch des fünften Mittelfußknochens will der 26-Jährige nun aber wieder angreifen.

Wolfsburg - Wenn der VfL Wolfsburg an diesem Samstag gegen den VfB spielt (18.30 Uhr/Sky), schaut Christian Träsch (26) nur zu. Mitte Oktober brach sich der ehemalige VfB-Profi, der 2011 für rund zehn Millionen Euro nach Wolfsburg wechselte, den fünften Mittelfußknochen. Ein paar Laufeinheiten sind schon drin, Übungen mit dem Ball auch – an einen Einsatz im Spiel gegen die früheren Kollegen ist aber noch nicht zu denken. „Ich hoffe, dass ich noch vor der Winterpause wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, sagt Träsch, „und im neuen Jahr will ich voll angreifen.“

Voll angreifen – genau das machte der VfL Wolfsburg in den vergangenen Wochen, als Träsch verletzt war. Das Team von Trainer Dieter Hecking überzeugte durch kompaktes Auftreten in der Defensive und durch flotte Kombinationen im Angriff. „Der Trainer will, dass wir attraktiven Fußball spielen“, sagt Träsch, „das Tempo in den Offensivaktionen ist ihm dabei sehr wichtig.“ Zudem stimme mittlerweile die Mischung in der Mannschaft, ergänzt Träsch: „Wir haben Arbeiter und Künstler in der Truppe.“

Vorbei scheinen die Zeiten, als das Wolfsburger Team aus einem Haufen Individualisten bestand – Hecking formte eine Einheit auf dem Platz. „Wir haben unter ihm einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt Träsch, „Dieter Hecking ist außerhalb des Platzes ein sehr lockerer Typ, der auch mal einen Spruch raushaut – aber in der täglichen Arbeit ist er sehr akribisch. Wenn etwas falsch läuft, will er es im Training sofort richtig sehen in der nächsten Aktion.“

Generell herrsche angesichts des Aufschwungs eine sehr gute Stimmung beim VfL, sagt Träsch, der im neuen Jahr dazu beitragen will, dass das auch so bleibt. „Ich fühle mich pudelwohl hier und sehe mich auf der Rechtsverteidigerposition – der Trainer sieht das genauso“, sagt er: „Ich weiß zwar, dass Patrick Ochs auf dieser Position zuletzt stark gespielt hat, aber ich bin bereit für den Konkurrenzkampf.“ Nun aber bleibt Träsch gegen seine alten Kollegen erst einmal die Zuschauerrolle. „Der VfB hat einen überragenden Sven Ulreich im Tor und eine bärenstarke Offensive“, sagt der Abwehrmann: „Dennoch tippe ich auf ein 2:0 für uns.“

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